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Herbstzeit: Zeit für ELFENSCHRIFT
Draußen rauschen die Bäume. Das Laub wird bunt und schwingt sich zu Boden. Morgennebel beginnen sich über feuchter Erde auszubreiten. Erste Kürbisfratzen leuchten. – Das ist genau die richtige Atmosphäre, um seine Fantasie auf Reisen zu schicken und die „Lesezeit“ des Jahres zu beginnen. Wer das stimmungsvoll tun möchte (und wer will das nicht ;-)), der sollte sich unbedingt eine der schönsten Heft-Veröffentlichungen der deutschsprachigen Fantasy ins Haus kommen lassen: die ELFENSCHRIFT.
Seit nunmehr fast drei Jahren wird die ELFENSCHRIFT von der Fantastik-Autorin Ulrike Stegemann herausgegeben, die dabei tatkräftig von Multi-Talent Rena Larf unterstützt wird. Auch Ulrikes Vater ist als Maler und Illustrator dabei. Und natürlich zaubern auch all die vielen AutorInnen und KünstlerInnen, die durch zahlreiche eindrucksvolle Geschichten und Gemälde, Zeichnungen und Gedichte, Artikel und Interviews mithelfen, die ELFENSCHRIFT alle drei Monate mit aufregendem Leben zu erfüllen.
Gerade ist uns die Nummer 11 dieses phantastischen Literaturheftchens zugeschwebt, und die Vielfalt ist wieder einmal großartig. Aus dem hübschen DIN A5 – Heft kommt einem auf 40 Seiten eine Fülle von Fantasy entgegen, die beeindruckt.
Diesmal erwarten den Leser der ELFENSCHRIFT unter dem Schwerpunkt „Burgen und Schlösser“ gleich vier Kurzgeschichten, geschrieben von Rena Larf, Christel Scheja, Sandy Green und Andre´ Haß. Außerdem gibt es eine sehr eindringliche Ballade „...über Krieg und Sieg“ von Manuela P. Forst, eine Buchvorstellung mit Interview zu „Die Weltenwandlerin“ von Tanja Kummer, das Künstlerportrait mit Interview über Mario Esch, der z.B. das prächtige Cover gemalt hat, einen informativen Artikel über „Burgen und Schlösser“ und deren neuzeitliche Nutzungsmöglichkeiten von Rena Larf, und unsere allerliebste Rubrik „ELFENSCHRIFT unterwegs“, diesmal mit „Autorentreffen in Nürnberg“ und „Das mittelalterliche Rhodos und die Johanniter“.
Abgerundet wird die Fantasy-Schrift wie immer durch News und Infos, Ausschreibungen und die Bücherecke.
Was die ELFENSCHRIFT neben der hohen Qualität und Vielfalt der Texte ganz besonders auszeichnet, ist die außerordentlich liebevolle Gestaltung der Hefte. Zeichnungen, Gemälde, Fotos und Schriften werden mit Geschmack und layouterischer Sorgfalt optimal kombiniert. So trifft man nicht etwa auf die viel zu oft üblichen „Bleiwüsten“, sondern kann ein Heft erleben, dass sich leicht und locker anfühlt, das sich mit Freude erkunden lässt, und bei dem der Spaß, den die Macher hatten, auch klar beim Leser ankommt. –
Neben Fotos von Ulrike Stegemann selbst finden sich diesmal zahlreiche wunderbare Zeichnungen und Bilder von Manuela P. Forst, Christel Scheja und Manfred Lafrentz im Heft.
Wenn die Herbstblätter alle die Bäume verlassen haben, in rund zwei Monden, dann wirst du vielleicht für Familie und Freunde auf der Suche nach einer Weihnachtsgabe sein. Wie wäre es dann mit einem Geschenk-Abo der ELFENSCHRIFT? Kann man sich auch selbst schenken!
Wenn du mehr wissen willst, dann besuche doch einfach einmal die ebenfalls sehr hübsch gestaltete und informative Site www.elfenschrift.de und überzeuge dich selbst, dass es sich lohnt, die ELFENSCHRIFT zu lesen. Dort gibt es auch Infos zu Sonderbänden!
Fantastik-online, Oktober 2006
Text von Thomas Kohlschmidt
Coverillustration von Mario Esch, mit freundlicher Genehmigung von ELFENSCHRIFT