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Wie werde ich Schriftsteller?

Der Autor der ein Buch bei einem Verlag verlegt bekommt, ist eine Schriftsteller. Dazu bedarf es keines Studiums und keiner Prüfung. Die meisten Autoren starten ihre Karriere sinnvoller Weise neben einer normalen beruflichen Laufbahn.

Zum Schreiben eines Buches gehört viel Selbstdisziplin. Wenn man 10 Stunden täglich zur Arbeit aus dem Haus ist, eine Familie und Freunde hat, bleibt nicht mehr so viel Zeit. Trotzdem würde es ausreichen, sich jeden Tag hinzusetzen und ein bis zwei Stunden zu schreiben. Man muss sich jedoch ein Ziel setzen, einen Zeitplan aufstellen und daran festhalten. Es gibt zu viele Autoren, die zwar ein Buch schreiben wollen, aber selten die Lust oder Motivation finden auch etwas dafür zu tun. Diese Autoren werden nie fertig.
Bei längeren Pausen beginnt man sich von seine eigenen Geschichte zu entfernen. Nach ein paar Monaten muss man sich selbst erst wieder in das Thema einlesen. Wo war ich noch?

Die Ernsthaftigkeit mit der Autoren ihre Arbeit betreiben ist fließend zwischen den Hobby-Autoren und denen, die jede freie Minute schreiben.
Entsprechend fließend ist die Wahrscheinlichkeit zwischen verschwindend gering bis hin zu realistisch erreichbar tatsächlich bei einem großen Verlag unter Vertrag zu kommen.
Grundsätzlich kann man sagen: Je mehr Geschichten man geschrieben hat, desto besser. Denn das Schreiben lernt man nur durch das Schreiben. Heutzutage wimmelt es geradezu von Hobby-Autoren, die alle ihr Werk veröffentlicht haben wollen. Die einzige Möglichkeit eine gewisse Reputation vorweisen zu können, ist es schon wenigstens in kleinen Rahmen regelmäßig veröffentlicht zu haben. ( siehe: 'Marketing' )

Manche sagen: Schreiben ist ausschließlich eine Frage des Talents. Andere, wie z.B. James N. Frey antworten: „Das stimmt nicht, denn mit einem Mindestmaß an Talent ist das Schreiben ein erlernbares Handwerk!“ Dorothea Brande, Autorin des bereits 1934 in den USA erschienenen Klassikers „Schriftsteller werden“ hebt noch einen wesentlich anderen Aspekt hervor: Den der Persönlichkeit!
„Jemand, dem eine schwache, verschämte oder stockend erzählte Geschichte nach der anderen aus der Feder fließt, profitiert nicht davon, wenn man jede einzelne seiner Erzählungen auf Mängel hin untersucht, sondern er braucht eine ganz andere Art der Unterstützung. Er muss so früh wie möglich lernen, seinem Gespür zu vertrauen und die Geschichte entspannt zu erzählen, bis er selbstsicher genau das hinschreibt, was er eigentlich sagen will, so wie das die Meister der schreibenden Zunft auch tun. Man kann also sagen, dass auch diese Schwierigkeit in der Persönlichkeit des Schreibers liegt, und nicht etwa in einem Mangel an handwerklichem Können.“ (Dorothea Brande, „Schriftsteller werden“, S.19) -


Jeder Autor wird irgendwann in die Situation kommen, wo er sich vor die Tasten setzt und keinen Satz zustande bringt. Wie geht man mit einer solchen Schreibblockade um? Schriftsteller müssen das in den Griff kriegen!
Keine Panik! Jedem Autor passiert das. Das Wichtigste dabei ist: dranbleiben! Aufstehen, PC ausschalten und es morgen noch einmal versuchen ist eine vielfach empfohlene Methode. Manchmal hat man sich einfach festgerannt, muss den Kopf wieder freikriegen und kann am nächsten Tag alle Hürden sogleich überwinden, neue Ansatzpunkte gleich erkennen.
Man kann aber auch diszipliniert dranbleiben und sich fragen:
Was könnte passiert sein?
Du verlangst etwas von Deiner Figur, was sie gar nicht kann und weißt es unterbewusst. Ein Trick: versuche Dich mit Deiner Figur zu unterhalten. Fehlt Deiner Heldin vielleicht die Motivation? Kennst Du die Figur selbst nicht gut genug, um sie Dir in dieser Situation vorstellen zu können?
Vielleicht liegt es daran, dass Dir diese Szene heute überhaupt nicht liegt? Kein Problem, wenn man einen sauber ausgearbeiteten Ablaufplan hat. Dann nimm für heute eine andere Szene.

Oft blockiert man sich selbst, wenn man Autor und Lektor zur gleichen Zeit ist. Es ist nicht gut, schon während des ersten Entwurfs, jeden Satz bis aufs i-Tüpfelchen auszufeilen. Es behindert den Schreibfluss immens und weil man vielleicht mit keinem Satz 100%tig zufrieden ist, staut sich ein unüberwindliches Unsicherheitsgefühl auf. Es ist besser eine Szene in einem Rutsch herunter zu schreiben und nachträglich an den Details zu arbeiten.