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Leibowitz, Mad Max und Co

das Leben nach der Katastrophe

von Dr. Robert Hector

Die Vision des Weltuntergangs hat seit jeher die Menschen fasziniert. Den wichtigsten Anstoß für die Tradition apokalyptischen Denkens gab die Offenbarung des Johannes im Neuen Testament. Sie ist die christliche Vision vom Untergang der irdischen, gegenwärtigen Welt, und vom Hereinbrechen des Reichs Gottes. Der Weltuntergang war nur eine Durchgangsphase zu einer "neuen Erde", einem "neuen Jerusalem": die alte, unvollkommene und verdorbene Welt muß zerstört werden, damit eine neue, vollkommene aufgerichtet werden kann. Im Endzeitmythos tritt der Antichrist als Feind des Messias und teuflischer Verführer der Christen auf, ebenso die apokalyptischen Reiter Pest, Hungersnot, Krieg und Tod. In der Armageddon-Schlacht gehen die Götter unter - auf die Katharsis folgt ein Neubeginn.
Apokalyptische Endzeitvisionen entstehen fast immer in Krisensituationen, wenn Menschen empfinden, daß sie in ihrer gesamten Existenz, sei es politisch, religiös oder sozial, benachteiligt und gefährdet, daß sie unterdrückt und verfolgt sind. Die Welt erscheint sinnentleert, dem Untergang geweiht, verdorben und böse. Erlösung, so glauben die Menschen, lasse sich nur dadurch erreichen, daß die alte, verbrauchte Welt untergehe und der böse Feind, der das Verderben verschuldet hat, vernichtet werde. Eine vollständige Vernichtung der Welt war vor 1945 außerhalb der religiösen Apokalypse nicht vorstellbar, erst seit Hiroshima ist diese Möglichkeit denkbar geworden, mittlerweile nicht nur durch einen nuklearen Krieg, sondern auch durch die ungebremste Umweltzerstörung.


Der Roman "A Canticle for Leibowitz" (Lobgesang auf Leibowitz, 1960) von Walter M. Miller jr. wurde zu einer Zeit verfaßt, als der Widerstand gegen das atomare Wettrüsten immer stärker wurde
Nach dem Atomkrieg: ein Kloster, das von dem Physiker Isaac Edward Leibowitz gegründet wurde, ist dazu bestimmt ist, die menschliche Kultur und Zivilisation zu erhalten. Geschildert werden die Aktivitäten der Mitglieder des Kloster während seiner 1200jährigen Existenz.

Das Buch gliedert sich in drei Abschnitte. Der erste Teil "Fiat Homo" (A Canticle for Leibowitz) spielt 600 Jahre nach dem verheerenden Atomkrieg, der den größten Teil der Menschheit vernichtet hat. Bruder Francis Gerard ist Novize in einem Kloster in Nordamerika. In der Wüste trifft er auf eine Pilger, der ihn auf einen alten Bunker hinweist. In ihm findet sich ein Behälter mit alten Papieren, darunter eine Blaupause mit dem Namen I.E. Leibowitz drauf. Isaac Leibowitz war ein Physiker, der nach dem atomaren Holocaust und der darauffolgenden Zeit der Simplifikation, einer antiintellektuellen Bewegung, die sich gegen jegliches Lernen richtet und weltweite Bücherverbrennugen mit sich brachte, sein Heil in der Religion suchte und einen Orden gründete, der sich die Konservierung menschlichen Wissens zur Aufgabe machte.
Mönche pflegen die Vorkriegsdokumente, wissen aber nichts mit ihnen anzufangen. Die Blaupause von Leibowitz erregt im Kloster großes Aufsehen. Bruder Francis bricht nach "New Rome" an der Ostküste Nordamerikas auf, um dort sein Fundstück zu präsentieren. Leibowitz wird daraufhin heilig gesprochen.

Der zweite Teil "Fiat Lux" (And the light is risen) spielt 1200 Jahre nach dem Atomkrieg. Die Menschheit kehrt langsam zur Wissenschaft zurück, eine neue Renaissance beginnt. Die umherziehenden Stämme sind seßhaft geworden, Kleinstaaten entwickeln sich. Im Kloster experimentiert man mit elektrischem Licht, und die ersten Konflikte zwischen Kirche und Staat schwelen.
Der dritte Teil "Fiat Voluntas Tua" (The Last Canticle) spielt 1800 Jahre nach dem Atomkrieg: Die Zivilisation hat wieder die Stufe erreicht wie 1800 Jahre zuvor. Der Staat hat die Kirche in den Hintergrund gedrängt, und schließlich kommt es erneut zum Atomkrieg. Während die Bomben fallen, brechen die Mönche des Klosters zum Alpha Centauri auf.


Kultstatus erlangten die Filme um Mad Max (mit Mel Gibson in der Hauptrolle). Eine Post-Doomsday-Geschichte in der Wüste von Australien, eine Mixtur auf Western, Science Fiction und Horror, ein Labsal für Motorrad-Fans. Die nahe Zukunft stellt sich als eine Ödnis dar, als ein Theater des Grauens, als eine Welt, in der das Recht des Stärkeren gilt. "Mad Max" (1979) ist eine Rächergeschichte: ein Polizist jagt die Mörder seiner Frau und seines Kindes. "Mad Max 2 - Der Vollstrecker" (1981) ist die surreale, gewalttätige Fortsetzung: die Welt ist eine Wildnis, in der Tankstellen den heiligen Gral verkörpern. In "Mad Max -Jenseits der Donnerkuppel" (1985) ist Max zu einer mythischen Figur geworden. Er führt eine Gruppe von Kindern, die in der Wüste gestrandet sind. Im futuristischen Bartertown, einer Stadt voller Korruption und Gewalt, verfolgt er das Böse.

In "Der Omega-Mann" (The Omega Man, 1971) kämpft sich ein Mann (gespielt von Charlton Heston)a durch eine Welt, in der ein bakteriologisch geführter Krieg die Menschheit mutieren ließ. Monster und Zombies machen ihm zu schaffen, schließlich trifft er auf andere Menschen und stößt auf ein lebenswichtiges Serum.

"Planet der Affen" (Planet of the Apes, 1968) spielt ebenfalls nach einer großen Katastrophe. Drei Astronauten müssen auf einem von Affen regierten Planeten notlanden. Am Ende macht einer der Raumfahrer eine phantastische Entdeckung: in einem zerstörten Gebiet findet er Reste der Freiheitsstatue. Er befindet sich nicht auf einem fremden Planeten, sondern auf einer Erde der fernen Zukunft.

"Straße der Verdammnis" (Damnation Alley, 1974, nach einem Roman von Roger Zelazney) schildert eine apokalyptische Fahrt durch das Amerika nach der Bombe.

Das ultimate Film zum Thema Atomkrieg ist jedoch "Dr. Strangelove, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben" (1963, von Stanley Kubrick): eine bitterböse Satire auf den Wahnsinn des Rüstungswettlaufs. Ein verrückter Kommandant eines amerikanischen Luftwaffenstützpunktes schickt seine Bomberflotte in Richtung Rußland los und verursacht den Weltuntergang.

"The War Game" (1966) ist ein fiktiver Dokumentarfilm über die schrecklichen Folgen eines Atombombenabwurfs in einer englischen Stadt.

Anfang der 80er Jahre ließ die Verschlechterung der internationalen Beziehungen (Afghanistan-Invasion der Russen, Nachrüstungsbeschluß der NATO) die Angst vor einem alles zerstörenden Atomkrieg wieder aufleben. Vor diesem Hintergrund entstanden einige bemerkenswerte Filme über die Situation nach einer nuklearen Katastrophe: Hierzu gehören der amerikanische Film "The Day After" (1983), der französische "Malevil" (1980) und der erschütternde russische Film "Briefe eines Toten" (1986). Das nukleare Disaster aus der Sicht eines älteren Ehepaares ist das Thema des Zeichentrickfilms "When the Wind blows" (1986). Am Vorabend einer nuklearen Apokalypse spielt "Das Opfer" (1986, von Andrej Tarkowski), ein mystisches Meisterwerk voller Symbolik.

Auch die zunehmende Umweltzerstörung mit der Gefahr einer ökologischen Katastrophe wurde in SF-Filmen reflektiert. In "Silent Running" (1971) versucht ein Wissenschaftler, die Wälder in seinem Raumschiff vor der Vernichtung zu bewahren; auf der Erde gibt es längst kein pflanzliches und tierisches Leben mehr. Der Film begeistert durch betörende Bilder und die wunderschönen Songs von Joan Baez.

In "Blade Runner" (1982) lebt die Bevölkerung der Erde trotz verheerender Umweltverschmutzung zu Millionen zusammengepfercht in unüberschaubaren Städten, inmitten von Unrat und ewigem Nieselregen. Sogenannte Blade Runner sind beauftragt, untergetauchte Deserteure zur Strecke zu bringen. Androiden vom Typ Nexus 6 lassen sich nur noch mit Hilfe spezieller Lügendetektoren von Menschen unterscheiden. Obwohl sie geschaffen wurden, um den Kolonisten anderer Welten das Leben zu erleichtern, zieht es sie auf die Erde zurück.

"Waterworld" (1995, mit Kevin Kostner und Dennis Hopper) spielt nach dem ökologischen Kollaps. Das Polareis ist geschmolzen, die Erde ein einziges Meer. Die wenigen Überlebenden schlagen sich auf Inseln aus Stahl und Zivilisationsmüll und auf Booten durch. Einer, der sich am besten an das Leben auf und in dem unendlichen Meer angepaßt hat, ist Mariner, mit Kiemen und Schwimmhäuten quasi halb Fisch, halb Mensch; er lebt auf einem riesigen Boot und "fischt" nach wertvoller Erde auf dem Grund des Ozeans. Die "Smokers" sind eine brutale Piratenbande, die alles plündert und niedermetzelt, was sich ihr in den Weg stellt. Das Ziel der Suche ist das legendäre "Dryland".
Anspielungen auf den ökologischen Aspekt (Klimakatastrophe) gibt es zuhauf: ein tätowiertes Mädchen heißt Enola (aus dem Flugzeug "Enola Gay" wurde 1945 die Atombombe auf Hiroshima geworfen), und als das rostige Riesenschiff der Smokers in den Fluten versinkt, sieht man noch kurz den Namen - "Exxon Valdez"...

"A.I. - Artificial Intelligence" ( Steven Spielberg) ist der SF-Film-Höhepunkt des Jahres 2001. Im 21. Jahrhundert hat der Treibhauseffekt zum Schmelzen großer Teile der polaren Eiskappen geführt. Massive Überschwemmungen bekannter Landstriche waren die Folge. Um mit den Auswirkungen dieser Naturkatastrophe klarzukommen, erschufen die Menschen eine neue Form des Computers, die sich ihrer Existenz bewußt ist. Der kleine David wird in Ereignisse verwickelt, die Fragen über seine Identität und die Zukunft der Menschheit aufwerfen.

J.G. Ballard schilderte einige globale Katastrophen. In "The Drowned World" (1962) kommt es durch eine Veränderung im Van-Allen-Gürtel zu einem Temperaturanstieg auf der Erde, wodurch die Meeresspiegel ansteigen und gemäßigte Zonen in Dschungelgebiete umgewandelt werden. In "The Drought" (1965) verhindert ein chemischer Film industrieller Rückstände die Verdunstung des Meerwassers, wodurch eine Dürrekatastrophe eintritt. Von einer neuen Eiszeit wird die Erde in Michael Moorcock`s "The Ice Schooner" (1969) heimgesucht.
In "The Crystal World" (1966) führt die Kollision von Galaxien aus Materie mit solchen aus Antimaterie zu deren gegenseitiger Vernichtung, woraufhin der Zeitvorrat des Universums aufgezehrt wird und auf der Erde sich alles organische Leben in Kristallstrukturen umwandelt. Perry Rhodan-Fans erinnern sich sofort an das Wirken der Abruse.

Im pararealen Perry Rhodan-Kosmos wurde die Menschheit bereits mehrmals von Katastrophen heimgesucht. Im 35. Jahrhundert wurde das terranische Machtstreben durch die Invasion der Laren beendet. Durch einen grandiosen Plan wurden Erde und Mond dem Zugriff der Laren entzogen, materialisierten aber unbeabsichtigt in einer weit entfernten Region, dem Mahlstrom der Sterne. Einige Jahrzehnte nach der Stabilisierung der Erde in einem Orbit um Medaillon bewirkt eine bis dahin unerkannte Komponente in der 5-D-Strahlung dieser Sonne eine psychische Alteration der Menschen. Durch den sogenannten Waringer-Effekt verlieren die Terraner die Fähigkeit, Gefühle zu empfinden. Eine strenge, eiskalte Logik der Vernunft wird zum obersten Prinzip, die Zeit der "Aphilie", der Lieblosigkeit, beginnt. Die Terraner verloren nicht nur die Fähigkeit zur Liebe, sondern ebenso alle anderen Emotionen wie Haß, Freude, Trauer oder Begeisterung. Die menschliche Gesellschaft entwickelte sich zu einem totalitären Ameisenstaat.

Im Jahr 3540 kommt es zum Eklat. Gegen die verhängnisvolle Sonnenstrahlung sind einige Menschen von Natur aus immun, außerdem alle Zellaktivatorträger - mit einer Ausnahme. Reginald Bull. Sein Zellaktivator neutralisiert aus unbekannten Gründen die Strahlung der Sonne nicht. Ehe die anderen Regierungsmitglieder aufmerksam werden, kommt es zur Revolte. Alle Immunen werden gefangengenommen, Bull übernimmt die Macht. Er läßt vor der Weltöffentlichkeit einen fingierten Schauprozeß ablaufen, schließlich werden alle Angeklagten von der Erde verbannt. Sie werden auf das kurz vorher fertiggestellte Fernraumschiff SOL deportiert. Eine Rückkehr zur Erde ist ihnen unter Androhung des Todes untersagt.

Die Aphiliker brüsteten sich, Anhänger der "reinen Vernunft" zu sein. Jeder Mensch bekam bei seiner Geburt einen Kodegeber, den PIK, implantiert, mit dessen Hilfe die Regierung jederzeit den Aufenthaltsort eines Menschen feststellen konnte. In Stummhäusern wurden alte Menschen, die nicht mehr für die Gesellschaft nützlich waren, in den Tod getrieben. Outsider, in denen die Aphilie besonders stark ausgeprägt ist, betätigen sich als Kopfjäger auf Immune. Der Alleinherrscher des Aphilie-Regimes, Diktator Trevor Casalle, versuchte der Menschheit eine Pseudoerinnerung aufzupfropfen.

Allerdings leistete eine im Untergrund agierende Gruppe von Immunen der Regierung großen Widerstand. Diese "Organisation Guter Nachbar" (OGN) wird von Roi Danton geleitet. Die Zentrale der OGN liegt im Dschungel der Insel Borneo; zu der Gruppe gehört auch der Franziskaner-Pater "Vater Ironside". Auf der Erde kursiert ein seltsames BUCH mit Überlieferungen aus der Zeit vor der Aphilie.

Inzwischen driftet die Erde immer schneller auf den "Schlund" zu. In dieser Zeit der Wirrnisse schließen die Aphiliker mit der OGN ein Zweckbündnis, um die Erde zu evakuieren. Doch dieser Plan wird von Raphael, einer Projektion des Mondgehirns NATHAN, durchkreuzt. Unterdessen taucht überall auf Terra ein Medikament, die PILLE, auf, die die Menschen von der Aphilie befreit. Hinter den Ereignissen steht ES, das den "Plan der Vollendung" eingeleitet hat. Dieser Plan sieht die Rettung von mehr als 20 Milliarden Terranern vor. Als Terra und Luna am 2. September 3581 im Schlund entmaterialisieren, nimmt ES die menschlichen Bewußtseine in sich auf.


Als im Jahre 448 NGZ das Kosmonukleotid DORIFER infolge des gigantischen interuniversellen Massentransfers der Galaxis Hangay von Tarkan nach Meekorah "dichtmachte", begannen für die Menschheitsgalaxis die Dunklen Jahrhunderte der Monos-Herrschaft mit dem Projekt Asen, welches die gentechnische Umformung der Milchstraßenvölker beinhaltete.

Perry Rhodan wagte schließlich den Vorstoß ins Solsystem. Das Heimatsystem der Menschheit war durch das "Deftra-Feld" von der Außenwelt abgeschirmt, ein Deflektorschirm mit Fiktivtransmittereffekt. Mit dem Raumschiff CUEGGEL gelang der Durchbruch. Die Nakken auf dem Schiff erklärten ihm, daß alle Vorgänge im Solsystem von der Lenkzentrale auf dem Saturnmond Titan aus gesteuert werden.

Rhodan wird ins "Simusense"-System eingeklinkt und erkennt die schreckliche Wahrheit: Die Terraner sind dadurch in einer Traumrealität gefangen. Während ihre Körper dahinvegetieren, erleben ihre Bewußtseine Illusionswelten. Terra ist zu einer Welt der Narren geworden, fast alle Menschen sind an das Simusense-Netz angeschlossen und leben in einer Scheinwelt. Ihr Geist befindet sich in einer paradiesisch erscheinenden Traumwelt, die sie als solche nicht erkennen und für die Wirklichkeit halten. In Realität liegen ihre Körper in schmutzigen Kammern und werden von den Roboter mit dem Lebensnotwendigsten versorgt. Jeder Terraner trägt einen Chip am linken Handgelenk und läßt seine Träume vom nächstgelegenen Simusense-Computer steuern. Der Träumende hat die Möglichkeit, mit dem Traumgenerator rückzukoppeln und kann sich dementsprechend bestimmte Ereignisse wünschen, die auch prompt erfüllt werden. Der Chip am Handgelenk dient als Empfänger und Umsetzer, der die Sendung des Computers in Mentalimpulse umsetzt und sie direkt ins Gehirn weiterleitet.
Infolge der Effekte durch die ständige Simusense-Berieselung haben die Terraner nur noch ein Viertel der ursprünglichen Lebenserwartung; die Menschheit droht allmählich auszusterben.
Aber Simusense hat auch seine Lücken. Es gibt Traumjäger, die sich in die Träume anderer einschalten können. Und es gibt Traumhelfer, die sich nach Belieben aus dem Netz lösen, aber auch in die Traumwelt versinken können. Ihr Ziel ist es, andere Menschen über die Vernetzung aufzuklären und durch Aufzeigen von logischen Widersprüchen im Traum zur Erkenntnis der Wirklichkeit zu bringen.


14.Jahrhundert NGZ: Im Land Dommrath wütet eine Seuche, die eine explosive Zelldeformation nach sich zieht. Die Betroffenen brechen auf der Straße zusammen, ihr Fleisch quillt, ihre Haut bricht auf, bis am Ende nur furchterregend deformierte Haufen von Gewebe übrigbleiben. Selbst die Ritter von Dommrath scheinen keine Heilungsmöglichkeiten zu kennen.

Ist diese Seuche von Pooryga (Dommrath) identisch mit der DORIFER-Pest?
Stichwort DORIFER-Pest: Da gibt es das Perry Rhodan-Taschenbuch Nr. 414: "Statistiker des Todes" von Uwe Anton. Es geht dort um die "Statistiker des Universums". Die höherdimensionalen Emissionen des Zeitfeldes um Trokan hindern die Statistiker daran, das Sonnensystem zu untersuchen. Sie erstellen eine gewaltige Statistik, um das Verhalten von Sonnensystemen zu erkennen. Sie haben herausgefunden, daß das Universum in seiner Existenz bedroht ist. Eine gewaltige Katastrophe steht bevor, und Ausgangspunkt dieser Gefahr ist das Solsystem.
Der Statistiker Forch erläuert die Hintergründe: In einer fernen Zukunft, so haben die drei großen Seher der Statistiker des Universums Oviw, Etep und Efor vorausgesagt, wird alle Existenz in einem gewaltigen Bereich des Universums vernichtet. Grund ist das Kosmonukleotid DORIFER, welches in den letzten 60 000 Jahren durch die Änderung des psionischen Netzes, den Transfer der Galaxis Hangay aus dem fremden Universum Tarkan nach Meekorah, dem vorsätzlichen Zeitparadoxon durch den Nullzeitdeformator zur Bekämpfung der PAD-Seuche und verschiedenen Zeitreisen der Meister der Insel zum Zwecke der Zeitmanipulation so stark belastet wurde, daß DORIFER zur Bewahrung der Integrität des Universums bei einer neuerlichen Manipulation der Realität mit einem Beben aus Kontra-Psiqs reagieren würde, welches Alles im Bereich von 50 Millionen Lichtjahren vernichten würde.

Nun tauchen in der aktuellen Handlung die "Pangalaktischen Statistiker" auf, eine Organisation, die in der Galaxis Wassermal residierte. Ihr Ziel war unter anderem, die Verflechtungen zwischen Thoregons und Kosmokraten zu untersuchen.

Also, wie hängt alles zusammen? Die DORIFER-Pest wütete einst in Pooryga / Dommrath. Und nun greift sie (über SEELENQUELL) auf die Milchstraße über. Die Menschen werden Opfer der Seuche, ein finsteres Mittelalter (wie in dem Roman "A Canticle for Leibowitz" beschrieben) bricht an. Die überlebenden Menschen bewahren ihr Wissen hinter Klostermauern in Büchern.
Perry Rhodan bricht mit der LEIF ERIKSSON auf, um mehr über das Wesen der Kosmonukleotide zu erfahren (Pangalaktische Statistiker?), um so die DORIFER-Pest eindämmen zu können.

Bleibt dieses Szenario nur eine Potentialität in den Psionischen Informationsquanten von DORIFER, oder wird es in unserem Universum zur Realität? Real ist jedenfalls eine andere deutsche SF-Serie, in der eine dunkle Zukunft der Erde geschildert wird: "Maddrax".
Im Februar 2012 trifft ein Komet die Erde. Weite Teile Russlands werden ausradiert, die Erdachse verschiebt sich, ein Leichentuch aus Staub legt sich um den Planeten. Als die Eiszeit endet, bevölkern Mutationen die Länder, unheilvolle Religionen sind entstanden, die Menschheit ist auf rätselhafte Weise degeneriert.
Die Piloten dreier Jets werden bei dem Einschlag durch eine Raum-Zeit-Verzerrung ins Jahr 2516 katapultiert. Einer von ihnen ist Commander Matthew Drax, der in den Alpen notlandet. Sein Kopilot, Prof. Dr. Smythe, rettet sich per Schleudersitz. Matt Drax wird von Nomaden gefunden und von der Kriegerin Aruula, die telepathische Fähigkeiten aufweist, gesund gepflegt. Sie nennt ihn "Maddrax".
Später machen sie sich auf, seine fünf Kameraden zu suchen. Doch sie haben nicht viel Glück.: Captain Irvin Chester kommt im Kolosseum in Rom ums Leben, Smythe wird wahnsinnig und stürzt sich in eine Monstergrube, als Matt seine Welteroberungspläne durchkreuzt. Lt. Hank Williams opfert sich beim Kampf um Paris, und im Stützpunkt Berlin erfahren sie, daß der Astrophysiker David McKenzie einer wilden Männerhorde zum Opfer fiel.
In London leben Bunkermenschen, in Köln ein mysteriöser Albino. Durch den Euro-Tunnel gelangen Matt und Aruula nach London, wo ihn Technos bitten, den Kontakt zu den Bunkern Amerikas wiederherzustellen. Sie geraten jedoch in die Hände einer paramilitärischen Truppe, die sie als Sklaven verkauft. Der Sklavenzug wird von geheimnisvollen Bestien überfallen, den Fishmanta`kann, Fischmenschen. Matt nimmt Kontakt zu einer fremden Rasse auf, die schon seit Urzeiten im Meer lebt.

Wer weiß, vielleicht steht der realen Welt bald ein ähnliches Schicksal bevor?