www.Fantastik-online.de -> Artikel

Sechsdimensionale Energien und die Wurzeln der Menschheit

von Dr. Robert Hector

Atlan dringt mit einigen Galaktikern im Land Dommrath zum mysteriösen Sektor CLURMERTAKH vor, in dem es unter anderem zu Verzerrungen des Raum-Zeit-Kontinuums kommt. Hier ist einer der Ritter von Dommrath verschollen, und zwar jener, der als einziger mehr über die Geheimnisse von Thoregon zu wissen scheint. Die Geschehnisse in Dommrath hängen mit denen in Segafrendo und in der Milchstraße zusammen. So gibt es in allen drei Galaxien gigantische Pilzdome und damit Zugänge zur Brücke in die Unendlichkeit.

Laut einem Bericht des Kosmokratenroboters Beck erlebte vor 800 000 Jahren die zweite Zivilisation der Shuwashen in Hathorjan (die Andromeda-Galaxis) ihre Blüte, Inquos bildeten ein ausgedehntes Netz von Dimensionstunneln über diese Galaxis hinaus zur Galaxis Ammandul und nach DaGlausch. Die Shuwashen erschufen zahlreiche schlafende Stützpunktwelten.
Und da gab es noch einen Ritter der Tiefe namens Permanoch von Tanxbeech, den "Wächter von Rotsand" (PR 1709). Er begegnete vor 2 Millionen Jahren einigen Shuwashen auf dem Mars. Die Shuwashen erzählten ihm von ihrem sterbenden Heimatplaneten und der Bedrohung durch eine kriegerische Roboterzivilisation, vor der sie nach schweren Verlusten und dem Untergang fast des gesamten Volkes auf allen Kolonialwelten aus ihrer Heimatgalaxis flohen. Auf dem vierten Planeten einer gelben Sonne nahmen sie Zuflucht und versteckten sich in Kavernen tief unter der Oberfläche. Doch der Sauerstoffgehalt der Lufthülle des später "Mars" genannten Planeten nahm permanent ab...

Und es gab Legenden über die Pangalaktische Statistiker, eine Organisation, die in der Galaxis Wassermal residierte. Ihr Ziel war unter anderem, die Verflechtungen zwischen Thoregons und Kosmokraten zu untersuchen.

Die SOL erreicht den Wüstenplaneten Clurmertakh. Zwischen Äquator und Südpol befindet sich ein "Loch" mit einem Durchmesser von 36 Kilometer, eine geometrisch perfekte Kugel, zwei Drittel von ihr sind in die planetare Masse eingebettet. Die Daten der Kugel weisen Charakteristika eines anderen Universums auf. Die Solaner geben der Kugel die Bezeichnung "Große Null".
Der Sperrplanet liegt im Zentrum aller hyperphysikalischen Störungen dieses Clusters. Es handelt sich um eine Störung des Hyperkontinuums in großem Maßstab.
Mit den Pforten des ZENTAPHER erreichen die Solaner einen Bereich, in dem Fraktale ebenso eine Rolle spielen wie Lexika und andere Bücher. Aus dem Entree führen Pforten in den Hohlwelt-Himmel. Der Hohlwelt-Himmel von ZENTAPHER ist mit Wolkenformationen ausgefüllt, die aus Tausenden von Fraktalen besteht, und innerhalb der Wolken liegen drei fliegende Städte. Das Kabinett Saraogh ist eine Art Bibliothek mit Tausenden von Büchern, die unter anderem Themen wie Kosmonukleotide, Kosmogene wie DORIICLE und die dritte ultimate Frage zum Thema haben.

Atlan findet in dem Kabinett eine Darstellung des Kosmonukleotids DORIFER. Es wird aufgezeigt, in welchem Bezug DORIFER zu anderen Kosmonukleotiden steht. DORIFER gehört zum Kosmogen DORIICLE und ist das zweite Mitglied dieser Familie von Kosmonukleotiden. Darum wird DORIFER auch DORIICLE-2 genannt. FORNAX-A ist mit DORIICLE-5 identisch. Ein weiteres Kosmogen ist TRIICLE, zu dem das Kosmonukleotid TRIICLE-9 gehört, welches zum FROSTRUBIN mutiert war.

In der Milchstraße etabliert die Superintelligenz SEELENQUELL ihre Macht. Das Zentrum der Liga Freier Terraner ist von den Arkoniden des Göttlichen Imperiums besetzt, die nach einer großen Raumschlacht die Heimatflotte der Menschheit in die Flucht schlagen konnten. Auf der Extremwelt "Pforte 3" versucht Perry Rhodan den Widerstand gegen die Arkoniden und gegen SEELENQUELL zu organisieren. Roi Danton leitet die Gruppe "Sanfter Rebell". Dabei scheint hinter der Besetzung der Erde ein noch umfangreicherer Plan zu stecken, als man bisher ahnen konnte. SEELENQUELL hat weitergehende Pläne, und diese konzentrieren sich auf den Brennpunkt Para-City.

SEELENQUELL transportiert Psi-Materie nach Para-City. Auf Terra soll offenbar ein Ableger der Superintelligenz entstehen, wie folgende Passagen (PR 2083) zeigen:

"Das Solsystem ist nicht irgendein Sonnensystem. Es wird von einem sechsdimensionalen Kraftfeld umschlossen, dessen Macht und Wirksamkeit bis zu mir nach Arkon III spürbar sind. Es gibt Anzeichen, daß ES dieses Feld als Quelle zur Stärkung benutzte. Vielleicht diente es der Superintelligenz dazu, das eigene Wachstum zu beschleunigen.

Das Kraftfeld stößt mich ab. Als ich mich mit Hilfe des Anzugs der Phantome und der Monochrom-Mutanten in eine Superintelligenz verwandelte, nahm meine Entwicklung eine Richtung, die es mir nicht ermöglicht, an diesem Feld zu partizipieren...Hätte meine Geburt auf Terra und nicht auf Arkon stattgefunden, so wäre ich gewissermaßen in das Feld hineingeboren worden. Alles wäre jetzt anders. So aber ist es für mich zu spät...

Scheinbar zu spät. Ein Teil von mir wird neu geboren. Dieser Teil wirst du sein, Morkhero...Du wirst in Para-City neu geboren. Du bist der Nukleus der zweiten Genese. Was mir nicht vergönnt war, du wirst es erleben. Ich werde dich in das Kraftfeld hineingebären und dir über die Distanz von 34 000 Lichtjahren die psionische Energie schicken, die du brauchst. Du wirst dich in eine Superintelligenz verwandeln, Morkhero. ...
Sobald die Geburt vollzogen ist, werde ich mich mit dir vereinigen. Von diesem Zeitpunkt an erhalte ich Zugang zu dem Kraftfeld, das mir bisher verschlossen ist..."

Die Unterschiede zwischen Morkhero und Wrehemo Seelenquell lassen sich auf einen einzigen Faktor reduzieren, das Alter. Als Angehörige desselben Volkes besitzen sie ein beinahe identisches Genpotential. Berücksichtigt man, daß ein Ableger erzeugt werden sollte, spielt die enge Verwandtschaft der genetischen Struktur eine nicht unbedeutende Rolle. Psi-Kräfte definieren sich unter anderem als eine Resonanz aus dem Zusammenspiel von genetischen Grundlagen und Schwingungen im psionischen Teil des UHF-Frequenzbandes.
Diese enge strukturelle Verwandtschaft ermöglicht es SEELENQUELL, Morkhero als eine Art Nukleus für die Genese eines ähnlichen oder gleichen Wesens zu benutzen. Auf Terra stehen kein Mutantenpotential und kein Anzug der Phantome zur Verfügung, um die Genese einzuleiten. Als einzige Möglichkeit bleibt die Übertragung parapsychischer Impulse in Form von Psi-Materie.

Nach SEELENQUELLS Vorstellungen stellten Arkon und Terra die Keimzelle der künftigen Mächtigkeitsballung dar. Sobald die psionische Macht der Superintelligenz groß genug ist, dehnte sie sich über diese Zone aus und brachte die gesamte Milchstraße unter ihre Kontrolle.

Der Vorgang mußte sich in Para-City ereignen, und Morkhero mußte der Kern sein. Wenn die Genese erst einmal vollzogen war, übernahm SEELENQUELL oder sein Ableger alle jene Menschen, die zu diesem Zeitpunkt kein PsIso-Netz trugen. Die Zahl von SEELENQUELLS Händen ging dann in die Milliarden. Um sie im Falle eines Sieges über die Superintelligenz alle am Leben zu erhalten, benötigten die Terraner dann Milliarden Roboter und Milliarden Ampullen mit Multi-Zheosin. Aber die Produktion würde Jahre dauern.

SEELENQUELL ist der Verknüpfungspunkt zwischen dem Land Dommrath und der Milchstraße. Welche Rolle spielen dabei die Pilzdome in beiden Galaxien, und wie ist die Verbindung zu dem Thoregon-Konzept?

SEELENQUELL erwähnte ein sechsdimensionales Kraftfeld im Solsystem. Erinnern wir uns an folgende Passagen aus PR-Band 2000:

"Er verstand sich als junges, geschwächtes Geisteswesen auf der Wanderschaft durch Raum und Zeit, auf der Suche nach einer Heimat...Eine quälend lange Zeitspanne verstrich, bis der Wanderer auf ein ungewöhnlich starkes kosmisches Kraftfeld aufmerksam wurde...Seine Aufmerksamkeit fiel auf einen Sauerstoffplaneten, der sich objektiv gesehen durch keinerlei Besonderheiten auszeichnete...Ein kosmisches Kraftfeld umhüllte jedoch den Planeten, ein sechsdimensional funkelndes Juwel, und die Verlockung schien ihm so mächtig, daß der Wanderer sich nicht entziehen konnte. Er glaubte sagen zu können, daß er seine Heimat gefunden hatte; auf dem dritten Planeten einer gelben Sonne...

Ein unverständliches, urgewaltiges Gelächter erklang, und als ein Teil von ES, als winziger Bewußtseinssplitter, lernte Ahn-Visperon das Geheimnis der kosmischen Kraftfelder kennen.
Der Moralische Kode des Universums erschien ihm als eine Doppelhelix, eine unendlich ineinander verwobene Spirale, die sich durch die gesamte Schöpfung zog. Die psionischen Felder, aus denen die Doppelhelix bestand, trugen den Namen Kosmonukleotide. Von dort wurden die Naturgesetze des Universums festgelegt..."


Sechsdimensionale Kraftfelder - das werden auch Assoziationen zu dem Zeitrafferschirm von Trokan geweckt. Im Jahre 1222 NGZ wuchs auf Trokan, dem Mars-Ersatz aus dem Arresum, ein bohrkopfähnliches Objekt heran mit einer Höhe 1089 Metern und einem Durchmesser von 489 Metern. Fünfdimensionale Wellenfronten erschütterten das Solsystem. Auf Trokan verging die Zeit bald mehrere hunderttausend Mal schneller als im restlichen Universum. Auf dem Planeten war eine gezielte Evolution in Gang gesetzt worden - aber von wem?

Der Zeitraffer-Schirm gab den Hyperphysiker Rätsel auf. Myles Kantor versuchte, die Natur des Feldes zu erforschen. Es gelang ihm, die Schnittstelle zwischen Drinnen und Draußen mathematisch zu definieren. Man hatte quasi zwei Universen vor sich, die durch unendlich kleine Sprünge miteinander verzahnt waren. Der Planet hatte sich demnach in sein eigenes Universum begeben, in dem ein anderer Zeitablauf herrschte. Trokan rotierte mit relativer Überlichtgeschwindigkeit.

Der Energiegehalt des Schirms mußte gewaltig sein. Wie gelangte Trokan an genügend Wärme, um nicht auszukalten und als tote Kugel durch das All zu treiben? Der Planet raste bald millionen Mal schneller durch die Zeit als die Erde, als kam auch nur ein Millionstel der Sonnenstrahlung auf Trokan an, falls der Zeitrafferschirm überhaupt Strahlung von außen hereindringen ließ. Wahrscheinlich erzeugte der Schirm die nötige Strahlung selbst.

"Es erwies sich als notwendig, eine neue Chaostheorie zu entwickeln, die auf den Fall Trokan zugeschnitten war. Eine Theorie, die fünf- und sechsdimensionale Komponenten einbezog...Das Problem war nur, daß die terranische Wissenschaft keine sechsdimensionalen Meßgeräte besaß, die wirklich funktionieren. Man konnte solche Beobachtungen nur ableiten, niemals direkt anstellen. Alles, was auf tiefster Vergangenheit noch vorhanden war, hatte sich mit der Zeit als technologische Sackgasse erwiesen."(PR 1800, S. 22)


Eine technologische Sackgasse, von manchen als "Degrader" bezeichnet, war unter anderem das Dimesextatriebwerk.
Die Dakkarzone bzw. der Dakkarraum ist ein dem Linearraum vergleichbares Medium, das als fünfdimensionaler Überlagerungsraum die energetisch neutrale Librationszone zwischen fünfter und sechster Dimension bildet. Die Dakkarzone ermöglicht es, mit Hilfe spezieller Triebwerkssysteme wie dem Dimesextatriebwerk das Universum zu verlassen, um durch ein übergeordnetes Kontinuum billionenfach lichtschnell an einen Zielpunkt zu gelangen.

Der Bau eines Dimesextatriebwerks wurde erst möglich, als ein Forschungsteam um Professor Waringer im Jahr 3435 mit Hilfe des Sextagoniums Normalenergien in erforderliche Hyperenergien eines bestimmten Spektralbereiches transformieren konnte. Präzisiert durch hyperphysikalisches Techno-Blabla heißt das: Ein Ultraenergieumwandler (Sextagoniumbank) und ein vorgeschalteter Pralitzscher Wandeltaster nehmen dimensional normale Energieeinheiten auf und transferieren sie im Wandeltastverfahren in dimensional übergeordnete Energieimpulse der Sextadim-Halbspur und leiten dies an das eigentliche Triebwerk weiter. Dieses erzeugt das Waringsche Dakkarfeld, im Prinzip ein hochgespannter Paratronschirm von pedogepolter Kapazität. Dieses Dakkarfeld kann alle vier-, fünf- und sechsdimensionalen hyperenergetischen Einflüsse reflektieren und das Schiff mit hoher Geschwindigkeit antreiben.
Das erste mit einem Dimesextatriebwerk ausgerüstete terranische Raumschiff war im Jahre 3437 die MARCO POLO. In späteren Jahrhunderten ging diese Technologie unter mysteriösen Umständen verloren - einige als "Expokraten" eingestufte Entitäten löschten einfach die Syntronwürfel, in denen die entscheidenden Daten abgespeichert waren.

Sextagonium ist ein durch Beschuß mit Quintronen aus normalem Howalgonium künstlich hergestelltes Element, wichtig beim Bau des Nullzeit-Deformators und des Dakkardim-Tastresonators. Die Energiezufuhr durch die Quintronen bewirkt im Howalgonium einen variablen Dehnungs- und Verdichtungsprozeß. Als während der ersten Herstellungsversuche die beginnende Instabilität des ehemaligen Howalgoniums explosionsartig zu entarten drohte, griff der Supermutant Ribald Corello mit seiner psionischen Sextadimenergie ein. Es gelang ihm, das neuentstandene Element durch Umgruppierung der sechsdimensionalen, hochenergetischen Ballungsmasse zu stabilisieren. Durch die sextadim-physikalische Nachahmung dieses Verfahrens gelang es den Terranern, das dringend erforderliche Sextagonium zu gewinnen.

Der Nullzeit-Deformator war eine Zeitmaschine, mit der Reisen in die Vergangenheit möglich waren. Das Konstruktionsprinzip stammt von den Meistern der Insel. Die Hülle des halbovalen Gebildes dient bei Errichtung des Deformatorfeldes (bzw. Nullzeitfeldes) als einer der Zeitlinienpole. Im Innern befinden sich acht leistungsstarke Fusionsmeiler, die nach dem Kugelfeldprinzip arbeiten. Sie versorgen die Quintadim-Umformer sowie die Hypersexta-Halbspur-Beschleuniger mit Energie, ebenfalls die Nullfeldprojektoren.
Der Nullzeit-Deformator dient lediglich als Nullfelderzeuger und Gegenpol des angepeilten Vergangenheitspunktes auf der Zeitstromlinie. Bei Rückkehr in die eigene Gegenwart wird er zum gleichnamigen Pol des Vergangenheitspunktes, wodurch er abgestoßen und in die Relativ-Zukunft zurückgeschleudert wird.

Der Dakkardim-Tastresonator ist ein auf Sextadimbasis arbeitendes Gerät, welches das Anpeilen von Vorgängen auf der Sextadim-Halbspur ermöglicht. Es ist ein wichtiges Zusatzteil zum Nullzeit-Deformator, das in erster Linie die Resonatorschaltung mit dem Schwingungskoordinator enthält. Dem Dakkardim-Tastresonator kommt die Aufgabe zu, auftreffende Störungsimpulse innerhalb der Sextadim-Halbspur, die vom sogenannten Zeitläufer ausgelöst werden, zu justieren und mitzuschwingen.

Die Sextadimhalbspur ist auch jenes sechsdimensionale Medium, in dem sich Sextadimvorgänge wie Pedotransferierung oder Kommunikation mittels Dakkarkom abspielen.
Die Fähigkeit der "Pedotransferierung" war vor 200 000 auf wenige auserwählte Persönlichkeiten der Cappins beschränkt. Sie vermochten dabei zum einen ihren Körper mittels technischer Hilfe (Pedopeiler) über weite Strecken in Nullzeit zu transportieren, zum anderen konnten sie dabei geeignete Opfer (Pedoopfer) übernehmen. Die Cappins peilten dabei die ÜBSEF-Konstante ihres Opfers an und transferierten dann in dessen Bewußtsein. Die ÜBSEF-Konstante (Überlagernde Sextabezugsfrequenz, auch Hypersexta-Modularstrahlung) ist eine sechsdimensionale Energiekonstante, die nur bei hochentwickelten Lebewesen anzutreffen ist

Die Cappins sind ein erstaunlich menschenähnliches Volk aus der Galaxis Gruelfin. Die erste Begegnung zwischen Menschen und Cappins erfolgte im Jahr 3433. Ein Jahr darauf wird bei einer Zeitreise in die Vergangenheit Ovaron gefunden. 3437 brach Perry Rhodan mit Ovaron an Bord der MARCO POLO auf, um den rechtmäßigen Herrscher über die Cappins in seine Heimat zurückzubringen und die von Gruelfin drohende Gefahr zu bannen.
Der wichtigste Unterschied zum Menschen stellt die Fähigkeit der Cappin-Völker dar, durch die sogenannte Pedostrahlung Kontakt mit einem anderen, affinen Lebenwesen aufzunehmen, um es anschließend übernehmen zu können.
Der Terraner Alaska Saedelaere kollidierte im Jahre 3428 während eines Transmittersprungs zwischen den Planeten Bontong und Peruwall mit einem Cappin. Ein Fragment des Cappins setzte sich in Alaskas Gesicht ab, und dieser war fortan gezwungen, ständig eine Plastikmaske zu tragen. Jeder, der das Fragment sah, verfiel augenblicklich dem Wahnsinn.

Der Pseudo-Neandertaler Lord Zwiebus gab im Jahr 3433 den Terranern wichtige Informationen über die Vergangenheit, welche die Wurzeln der Menschheit betrafen (siehe PR 421, "Report eines Neandertalers").
Vor 200 000 Jahren hatten sich auf der Erde zwei humanoide Arten mit einer Intelligenzstufe entwickelt, die sie über das Tierreich erhob, aus dem sie hervorgegangen waren: die sogenannten Vorzeitmenschen oder Neandertaler und die Neuzeitmenschen oder Cro-Magnons.
Zu diesem Zeitpunkt erhielt die Erde Besuch aus dem Weltraum. Die menschenähnlichen Cappins landeten, die andere Wesen mit Hilfe der Pedostrahlung übernehmen konnten. Die Übernahme erfolgte in absoluter Nullzeit, Entfernungen spielten nur für die Anpeilung eine Rolle. Die Cappins stellten fest, daß die Menschen der Erde von allen bekannten Völkern sich am besten für die Pedoübernahme eigneten. Um die Eignung der damaligen Menschen noch zu verbessern, führten die Cappins Experimente durch. Dazu installierten sie den Sonnensatelliten. Er gestaltete die Sonneneinstrahlung variabel. So schien die Sonne teilweise mit dreifacher Stärke, eine Welle starker radioaktiver Strahlung überschwemmte die Erde. Es kam zu Mutationen, wobei vor allem unter den Neandertalern grausige Ungeheuer entstanden. Die Neuzeitmenschen allerdings reagierten überwiegend positiv auf die genetische Beeinflussung. Sie überwanden rein körperlich eine ganze Evolutionsepoche innerhalb einer Generation.
Es gab aber auch Cappins, die die Experimente mißbilligten und ihre verbrecherischen Artgenossen bekämpften. Letztere fürchteten sich vor Entdeckung, und dies war der zweite Grund für den Bau des Todessatelliten. Die Cappins wollten die Erde jederzeit erreichen können, ohne das Sonnensystem mit Raumschiffen anzufliegen, die eventuell geortet werden konnten. Der Satellit erhielt die Funktion einer normgepolten Empfangsstation. So konnten die Cappins mit Hilfe des Pedostrahls den Satelliten erreichen.

Die Cappins wollten die menschliche Art für ihre Zwecke heranzüchten und überwachen. Jeder Cappin, der die Erde bereits besucht hatte, verfügte über mehrere Pedopole. Da er aber nach mehreren Jahren nicht wissen konnte, ob seine Pedopole noch lebten - und da ein Fehlkontakt tödliche Folgen haben konnte - machte er Zwischenstation auf dem Sonnensatelliten. So konnte er im Falle des Falles neue Individuen anpeilen und übernehmen.

Hauptzweck der Übernahmemanipulation und Experimente war die Schaffung eines geistigen Zufluchtsortes, wo man vor anderen Cappins sicher war. Die Cappins handelten allerdings unter einem Zwang. Ihre Experimente hatten den Sinn, einer ungeheuerlichen Gefahr zu begegnen, die in unserem Universum aufgetaucht war.

Die erstaunliche Ähnlichkeit zwischen Cappins und Terranern ist bislang nicht erklärt. Die Cappins beschleunigten die Evolution der Vormenschen vor 200 000 Jahren, so daß vor 50000 Jahren die Zivilisation der Lemurer die Milchstraße beherrschen konnten. Und in welcher Beziehung stehen die Cappins zu den Shuwashen? Reichen die Wurzeln der Menschheit weiter in die Vergangenheit zurück als bisher geahnt wurde? Und welche Rolle spielte dabei das sechsdimensional funkelnde Juwel, das von ES erwähnt wurde?

Juwelen, das weckt natürlich Assoziationen. Kristalle üben auf den Menschen eine seltsame Faszination aus. Sie betören durch ihre ästhetische Eleganz in Form von Edelsteinen wie Rubinen oder Diamanten, sie dienen in der Computertechnik als Grundsubstanz (Silizium), und sie könnten bei der Entstehung des Lebens auf der Erde eine zentrale Rolle gespielt haben.

Für viele Geräte, die auf Hyperbasis arbeiten, ist das Element Howalgonium unverzichtbar. Howalgonium ist ein fünfdimensional schwingendes Quarz mit einer Vario-Konstante. Howalgonium-Atome stellen eine pseudostabile Konzentration von Hyperbarie dar. Hyperbarie ist eine fünfdimensionale Energieart, die sich im vierdimensionalen Einstein-Kontinuum in Materie und Gravitation verwandelt.

Howalgonium ist ein Schwingquarz, ein Mineral, das nicht synthetisch hergestellt werden kann. Es ist nicht möglich, ihm ein stabiles Atomgewicht zuzuordnen, selbst die exaktesten Messungen schwanken zwischen 208 und 513. Seine Seltenheit erklärt sich aus einem ungewöhnlichen Silizium-Isotopenverhältnis: Es besteht zur Hälfte aus dem Isotop Si-30, das in der Natur nur rund drei Prozent des stabilen Silizium-Bestandes ausmacht. Die fünfdimensionale Strahlung des Howalgonium-Atoms stammt von der stetigen Verwandlung von Hyperbarie, einer fünfdimensionalen Energieform, in Masse und Gravitation. Howalgonium wird im Raumschiffbau mit allen Nebenprodukten benötigt.

Howalgonium besitzt eine enge Verwandtschaft zu den Hypnokristallen. Auf 29 Welten der Großen Magellanschen Wolke (darunter Danger I) existierte ein gigantischer Mutterkristall, von dem Teile umgewandelt wurden, so daß sie auf organische Gehirne eine hypnosuggestive Wirkung ausstrahlten. Die Uleb setzten im 25. Jahrhundert diese "Kristallagenten" als Waffe gegen das Solare Imperium ein. Nach einem terranischen Angriff auf den Mutterkristall von Danger I verdunkelte sich dieser und verwandelte sich zu reinem Howalgonium.

Die Hypnokristalle wurden vor Jahrzehntausenden von Monol, einem sonnenlosen Kristallplaneten nahe dem Zentrum der Galaxis M 87, in die Magellanschen Wolken transportiert. Monol bestand ursprünglich aus einer Ballung suggestivbegabter Hypnokristalle (dem eigentlichen Mutterkristall), bevor sich die Substanz in Neo-Howalgonium verwandelte. Innerhalb der kristallinen Kegeltürme Monols wurden biologisch tote Okefenokees der "Biophysikalischen Hyperregenierung" unterzogen, wodurch sie zu den unsterblichen "Konstrukteuren des Zentrums" wurden.

In der Galaxis Puydor ist das Schwingquarz unter dem Namen "Tronium-Azint" bekannt.
In ferner Vergangenheit wurden die aus dem Volk der Nevever hervorgegangenen Entitäten Guu`Nevever und Jii`Nevever in Tronium-Azint gespeichert.

Durch Beschuß des Howalgonium mit Quintronen, hyperdimensionalen Teilchen, entstand Sextagonium, welches unter anderem beim Bau des Nullzeit-Deformators benötigt wurde. Der Supermutant Ribald Corello konnte mit Hilfe seiner psionischen Sextadimenergie das zunächst instabile Element durch Umgruppierung der sechsdimensionalen hochenergetischen Ballungsmasse stabilisieren. Corello konnte als Quintadimtrafer mit rein geistigen Kräften fünfdimensional orientierte Kugelfelder erzeugen und Quintadimenergie (fünfdimensionale Energie) in sogenannte Psimaterie verwandeln.

Die spinnenförmigen Arcoana verwendeten fünfdimensionale Schwingquarze, deren Schwingfolge und Dichte ungleich höher sind als die des Howalgonium. Dieses "n-Exagonium" filtert einfließende Hyperenergien und wandelt sie derart, daß sie von den entsprechenden Geräten verarbeitet werden können.

Ein Howalgonium-Sextagonium-Zwitter ist das PEW-Metall (Parabio-Emotionaler Wandelstoff), ein 5-D-Strahler mit sechsdimensionaler Tastresonanz. Das PEW-Metall stammt aus dem Paramag-Alpha-System im Zentrumskern der Milchstraße und diente den Paramagnetiseuren als Lebensgrundlage. Einst gab es auf dem Planeten Zeut PEW-Vorkommen, später fanden es die Terraner in einem Meteorraumschiff auf dem Planeten Asporc. Den Altmutanten diente das PEW als Träger ihrer Bewußtseinsinhalte.


Das sechsdimensional funkelnde Juwel im Solsystem existierte schon vor der Ankunft von ES, und es existiert auch heute noch. Gibt es vielleicht Verbindungen zu den Zeittafeln von Amringhar, die Ellert und Testare (das ehemalige Cappinfragment in Alaskas Gesicht) im Jahre 448 im Innern des Paura - Black Hole entdeckt hatten? Es handelte sich ursprünglich um 20 Meter hohe Kristallsäulen mit fünfeckiger Grundfläche, die an der Basis einen Durchmesser von anderthalb Meter haben, sich nach oben verjüngen und in einer nadelfeinen Spitze enden. An der Spitze einer jeden Säule saß eine Amimotuo, ein leuchtend blauer, straußeneiförmiger Kristall, in dem Abstrakte des Dateninhalts der jeweiligen Säule gespeichert waren. Die Perle Moto und der Juwel von Mimoto stellten solche Amimotuos dar.
Von Kytoma (welche in einer geheimnisvollen Beziehung zu Alaska stand) stammte die Information, daß in den Zeittafeln von Amringhar nicht nur die Geschichte der Superintelligenz ES, sondern auch zahlreiche potentielle Zukünfte gespeichert seien. Die Zeittafeln wurden von dem Chronisten von ES geführt.
Es stellt sich die Frage: Ist das sechsdimensionale Kraftfeld im Solsystem vielleicht die "Spiegelung" eines Kosmonukleotids? Und sind Thoregons mit ihrem gigantischen Informationspotential (Superintelligenzen) die evolutionären Vorstufen der Kosmonukleotide?