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Space Center Bremen
Ein Erlebnis-Park erwacht zum Leben!
Selbst einmal ins Weltall vorstoßen und Aliens treffen, wer von uns wollte das nicht gern einmal? -
Bald ist das alles möglich, denn es sind jetzt nur noch wenige Wochen bis zum 19.12.2003! An diesem Tag wird das Soft Opening des brandneuen Space Centers in Bremen stattfinden. Dieses präsentiert sich dann zum ersten Mal der Öffentlichkeit, und Norddeutschland erhält seinen Indoor-Erlebnispark zum Thema Raumfahrt und Abenteuer im All. Es ist der größte seiner Art in Europa!
Betreiber der Erlebniswelt ist die ProFun Management Group, Tochtergesellschaft von Management Resources. Beide Unternehmen verfügen über internationale Erfahrungen mit Themenparks und zahlreichen Expo-Projekten. -
Da zum Zeitpunkt des „Soft Opening“ noch nicht alle erstaunlichen Erlebniswelten des Centers betriebsbereit sein werden, wird es in einer Übergangszeit erst einmal ermäßigten Eintritt geben. Die Total-Eröffnung („Grand Opening“) sämtlicher Bereiche wird dann am 12.2.2004 erfolgen. –
Das ist die Musik der nahen Zukunft, doch auch heute schon geht vor Ort Bemerkenswertes vor sich:
Das Anschieben eines neuen Freizeitparks ist eine Titanenarbeit, die diese Tage vom Space Center-Team allen voran dem geistigen Vater und Kernphysiker Dr. Wolfgang Wilke vom Bremer-Raumfahrtkonzern DASA (jetzt EADS Space Transportations) geleistet wird. Man macht umfangreiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Und während die Handwerker auf der Mammutbaustelle des 22.000 Quadratmeter umfassenden Gebäudes rund um die Uhr am Schuften sind, werden nach einem gut überlegten Marketingplan verschiedene Delegationen und Besuchergruppen vorab schon einmal durch die entstehenden Räume und Bereiche geführt.
Wir von WARP-online waren zu einer dieser Vorab-Führungen eingeladen. Das gab uns Gelegenheit, mit dem Bauhelm auf dem Kopf schon einmal dorthin vorzustoßen, wo noch kein Fan zuvor gewesen ist: In die Wunderwelt des Space Center Bremen!
Und hier sollen den Besucher ja atemberaubende Simulationen und spektakuläre Begegnungen mit fremden Lebensformen und Galaxien erwarten:
Wir trafen Samstagsmorgens zu Dritt in unserem Übertragswagen beim Space Center-Gelände in Bremen ein und staunten schon einmal darüber, wie riesig die Fläche des Parks war. Allein das Open Air-Parkareal mit 2.600 Plätzen, über dessen leere Flächen noch der kalte Morgenwind wehte, war in seiner Ausdehnung beeindruckend (Eine Tiefgarage mit weiteren 1.400 Plätzen wird folgen).
Das Hauptgebäude des Space Center sieht so aus, wie sich viele von uns sicherlich die Space Academy vorstellen: ein flaches, futuristisches Gebäude mit einem riesigen Glaseingangs-Portal, an dem das elegante Logo des Space Centers in Metall prangt: eine abstakte Figur, bei der sich aus drei leicht gebogenen Dreiecken ein Drittes, Größeres ergibt.
Vor dem Eingang liegt eine Freifläche, die wiederum ein Gefühl von Größe und Weite vermittelt, eine tolle Plaza. Rechts neben dem gläsernen Eingang schaut einen das Gebäude mit großen runden Fenstern an, die an die Architektur von Star Wars erinnern. Wenn man dann eintritt, wird das Star Wars-Feeling bestätigt: Die Eingangshalle geht in eine Passage über, die so ausschaut, als habe man sie direkt aus dem Todesstern heraus geschnitten: Die Wände sind hoch, hellgrau mit typischen Ornamenten und Leuchtleisten, und überall scheinen sich Hangartore zu befinden. Wow! Erster Eindruck: modern und riesig! An diesem Koloss wurde nun bereits seit fast drei Jahren gebaut, mit einer Investitionssumme von rund 250 Millionen EURO! Fassungsvermögen: 5.500 Besucher gleichzeitig
Wir und ca. 35 andere Vertreter großer SF-Projekte sammelten uns zu Beginn der Führung in einem Empfangsraum, in dem die zukünftige Anlage des Space Centers schon einmal mit Hilfe einiger schöner Detail-Modelle veranschaulicht wurde. Das waren Bausegmente, aufgeschnitten und beleuchtet, in denen man sehen konnte, wie sich im Freizeitpark alles anordnen und wie es belebt durch Besucher aussehen würde. Hier konnten wir uns schon einmal einen guten Überblick verschaffen, bekamen unsere Schutzhelme auf und wurden vom Erfinder und Entwickler der Space-Park-Idee Dr. Wolfgang Wilke begrüßt.
Nach einigen einführenden Worten, bei denen man auch Bilder-CDs an alle anwesenden Redaktionen verteilte, ging es dann in drei Gruppen durch die Großbaustelle, in der auch heute fleißig gesägt, gemalt und gehämmert wurde.
Sie dürfen alles fotografieren!, sagte uns Dr. Wilke, in dessen Gruppe wir mitgingen, Aber es gibt drei Ausnahmen wegen Lizenzen: In den Bereichen `Star Trek Borg Encounter`, `Planet Quest` und ´Stargate SG-3000´ ist das Fotografieren verboten! Wen ich da beim Knipsen erwische, der wird hier in den Beton eingemauert!, bemerkte Dr. Wilke schmunzelnd.
OK, alles klar! Die Idee, Teil des Ganzen zu werden mochte einerseits zwar verführerisch sein, aber andererseits würden wir zumindest Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs im Kino verpassen. Und wer wollte das schon!
Wir sahen gemeinsam einen kleinen 15-Minutenfilm an, der eine Promo-Veranstaltung mit Prominenz aus dem Sommer des Jahres dokumentierte, und erfuhren dabei u.a., dass ProFun- und Space Center-Geschäftsführer Mark A. Germyn über mehr als 30 Jahre Projekt- und Management-Erfahrung in der Unterhaltungs- und Freizeitindustrie verfügt. Der 51-jährige Kanadier war u. a. Geschäftsführer von Warner Bros Movie World in Australien, Präsident von Legoland in Kalifornien sowie Geschäftsführer der deutschen Warner Bros Movie World in Bottrop-Kirchhellen.
Und dann folgten wir dem Space Park-Visionär in sein Reich. Es ging über Kabel und Bretter, zwischen Planen hindurch, an Bauscheinwerfern vorbei und hinein in die Erlebniswelten, die sich uns dann nach und nach darboten.
Als erstes zeigte Dr. Wilke uns den Gang, an dessen Ende später der Space Center-Shop liegen würde, und über dessen futuristisches Design sich Schienenstränge des späteren Galaxie-Express erheben.
Dieser Galaxie-Express wird eine Weltneuheit sein! Auf einer 500 Meter langen Achterbahn schießt dann ein Wagen mit bis zu 40 Fahrgästen durch das Dunkel der Space-Center-Halle. Man blickt auf integrierte Monitore, die dem Gehirn via Augen dramatische Flüge durchs Weltall oder durch Wasserplaneten hindurch zeigen. Das Gefühl im Magen und die gezeigten simulierten Bilder sollen sich zu einem ganz besonders intensiven Erlebnis vereinigen.
Wenn der Wagen in Wirklichkeit nur drei Meter stürzt, können wir Ihnen über den Film einen 40 Meter-Sturz zeigen, und Sie werden das Gefühl haben, 40 Meter zu fallen! Versprochen!, sagte uns Dr. Wilke nicht ohne Stolz. Und wer weiß, vielleicht können Besucher hier auch einmal eigene Filme einspielen lassen, um ihren ganz persönlichen Flug zu genießen!?
Der Galaxie-Express umkurvt in der Realität zwei weitere Erlebniswelten des Space Centers: den futuristischen Aufbau von Destination Moon und Robot Rescue.
Was für ein Gefühl das wohl ist, mit eigenen Beinen auf dem Mond zu stehen und zur Abwechslung mal einen Blick auf Mutter Erde in Hunderttausenden Kilometern Entfernung zu riskieren? Hier kann man unsere Welt von oben sehen und sich als Teil des Universums fühlen, während die Kinder in einem Spielbereich durch Mondkrater toben können. In der Mitte steht die berühmte Mondlandefähre der Apollo-Missionen. -
Wir sahen neben dem Aufbau Gitterwege aus Metall, die hin und her verliefen. Offenbar war dies der Bereich zur Aufnahme von Warteschlangen.
Wir werden natürlich Warteschlangen haben, sagte Dr. Wilke dazu, Aber anders als in vielen Einrichtungen der herkömmlichen Art, werden Wartezeiten beim Space Center Bremen bereits dazu genutzt, die Wartenden in die Geschichte der nächsten Attraktion einzuführen.
Wer hier auf seinen Einlass in die Mondmine wartet, bekommt in der Zwischenzeit Informationen über Bergbau auf dem Mond und darüber, worum es gleich im nächsten Spiel gehen wird: Robot Rescue. Die Roboter einer Mondmine sind durchgedreht, und die Besucher, die per Lore in die Mine einfahren, sollen mit Hilfe eines speziellen Moduls die Roboter wieder in den Griff kriegen, bevor sie selbst gegriffen werden.
Dr. Wilke führte uns einen der Roboter vor, die mit großen Kunststoffklauen nach den Besuchern greifen werden, welche durch eine bizarre Kulisse aus riesigen Zahnrädern fahren werden. Hey, das klingt cool!
Noch ist alles unbewegt und nicht richtig beleuchtet. Wenn aber das echte Szenenlicht und die Geräuschkulisse dazu kommt, dann wird das hier sehr spaßig!
Glauben wir gern. Schon im normalen Dämmerlicht der Baustelle sah das absolut beeindruckend in der Mondmine aus.
Weiter ging es mit Dr. Wilke quer über Holzrampen und Abdeckungen hin zur nächsten Station: Planet Quest, einem der Bereiche, wo man im Beton enden konnte, falls man am Fotoapparat fummeln würde. Der Doktor schaute schon streng.
In diesem Bereich geht es da rum, dass man als Besucher ungewöhnlichen Erstkontakt mit Aliens bekommt. In einer kleinen Warteschlangen-Geschichte, die sich etwas an den Film Contact mit Jodie Foster anlehnt, wird man drauf eingestimmt, dass man gleich als wissenschaftlicher Vertreter der Erde einer fremden Rasse gegenübertreten wird, und dazu in ein spezielles Vehikel einsteigen muss (Das sieht übrigens wie ein gigantischer, blauer Helm aus). Dann passiert Aufregendes... Dr. Wilke hat es uns verraten, aber wir erzählen es nicht weiter, um den Lesern dieses Artikels nicht die Überraschung zu nehmen. Aber soviel: Auch das klingt cool!
Diesem Bereich uneingemauert entkommen, bekamen wir nun das fast fertige IMAX-Kino des Space Center zu sehen. Erstmals in Norddeutschland werden nun bald 486 Zuschauer auf die gewaltige 500qm große Leinwand schauen können, die sich wie ein imposanter Sternenhimmel vor den Zuschauern öffnen wird. Hier will man eine Fülle von Filmen in der Oscar-prämierter IMAX ®-Technologie zeigen, sodass man simulativ (in 3 D) sogar Teil der ISS-Crew werden kann.
Die Leinwand wird in wenigen Wochen aufgezogen werden, ganz in alter Kinotradition: in Teamarbeit allein von den weiblichen Angestellten des Centers.
Das bringt Glück!, sagte uns Dr. Wilke. -
Dann erreichten wir den Bereich, den Dr. Wilke das gravitatorische Zentrum des Space Centers nannte. Boa, wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus! Plötzlich standen wir in einer Halle, in deren Mitte sich ein gigantischer Kunst-Jupiter befand, dessen weiße Flächen offenbar rotiert werden können. Dieser Planet wird später beleuchtet werden und so dem ganzen Saal ein spaciges Ambiente verleihen.
Wir hatten die Cosmosphere erreicht, eine Kombination aus Liquid Architecture und wechselnden multimedialen Projektionen und Effekten. Rundherum hierzu sind das Themenrestaurant Bistro 3000 und diverse Showküchen mit Sitzgelegenheiten für 800 Gäste angeordnet. Das könnte auch einmal der Veranstaltungsort zukünftiger Conventions werden! Man, was für eine Vorstellung, in diesen Kulissen ein Fantastik-Wochenende zu erleben! -
Nächster Punkt unserer Reise durch die aufregende Baustellenwelt:
Star Trek Borg Encounter!
In enger Zusammenarbeit mit Paramount Pictures ist hier ein 4D-Aktionstheater im Werden, in dem schon bald 250 Gäste pro Spieldurchgang auf einer futuristischen Space-Station in die Star Trek-Welt werden eintauchen können.
4D heißt dabei, dass jeder selbst aktiv mitspielt, wenn es darum geht, gegen die Borg anzutreten und durchzuhalten, bis Hilfe kommt. In die Spielsequenz integriert sind die Figuren des Holo-Docs, der Borg-Queen und der Captain Janeway.
Der Spielbereich besteht aus mehreren Räumen und Bildschirmen, die allesamt im typischen Star Trek-Look präsentiert werden. Es gibt z.B. den Raum, in dem die Borg-Queen zusammengesetzt wird, eine Raumstation und ein Rettungsschiff.
Hier wird jeder fühlen können, wie es ist, assimiliert zu werden!, versprach Dr. Wilke, Dazu wird modernste Technik eingesetzt, z.B. 3-D-Brillen! Und es wird Schauspieler geben. Sounds tun ihr übriges. Man darf gespannt sein!
Hier hat es uns natürlich ganz besonders in den Fingern gejuckt, mal ein paar tolle Fotos zu machen, bei den tollen Kulissen! Wow, schon jetzt sehen sie aus wie in Hollywood! Aber nein, der Beton starrte uns tückisch an, uns so ließen wir es lieber. -
Und wir widerstanden der Versuchung auch am nächsten Ort, an dem uns eine Weltpremiere erwartete! In der Erlebniswelt Stargate SG-3000, erleben erstmals jeweils 40 Gäste in einem der drei High-Tech-Simulatoren, was passiert, wenn das Tor zu anderen Dimensionen geöffnet wird. Die Iris des Gates, das in Originalgroße vor Ort samt Kontrollraum nachgebaut wird, öffnet sich allerdings niemals wirklich. Dr. Wilke erklärte uns das Zusammenspiel von Filmsequenzen, 3D-Effekten und Simulatortechnik: Die Besucher erleben ein besonderes Abenteuer im Jahr 3000 mit, das in enger Zusammenarbeit mit den Metro-Goldwyn-Mayer Studios entstanden ist. Eine böse Macht, verkörpert durch die niederträchtige Satra, greift mit Hilfe der Stargates nach der Erde, und nun müssen diese Raumzeit-Tore möglichst schnell abgeschaltet werden. Man jagt nun zu diesem Zweck durch die Tore und Welten. Das klingt nach einem Muss für alle Stargate- und SciFi-Fans!
Das Stargate sieht wirklich stark aus, auch wenn hier bei unserem Besuch noch gar nicht die richtige Szenenbeleuchtung zu sehen war, und alles in nacktem Baustellenlicht vor uns lag. Hier und da würde man noch malen müssen. Aber schon jetzt ließ sich ahnen, wie wirkungsvoll das hier einmal werden würde!
Zum Abschluss unserer Tour wurde es noch einmal real:
Im Mission-Control-Center, das vom Space Center Bremen gemeinsam mit dem großen Bremer Raumfahrtunternehmen EADS Space Transportation entwickelt wurde, kann man via Monitor, Satellitenschaltung und über interaktive Terminals hautnah das Neueste zu aktuellen und kommenden Weltraumexpeditionen erfahren. Bis man Lust bekommt, selbst Astronaut zu sein. Und auch das geht, zumindest vom Körperfeeling her:
Draußen vor dem Gebäude des Space Center Bremen erhebt sich der besondere Augenfang: eine Nachbildung der Ariane 4-Trägerrakete in der Originalgröße von 58,40 Metern! Und gleich daneben, in das Startgerüst integriert, befindet sich die Attraktion Space Shot.
Hier werden jeweils 28 Freizeit-Astronauten ca. 65 Meter gen Himmel katapultiert, wobei sie das vierfache ihres Körpergewichtes erfahren. Dann, nach ein paar Sekunden in luftiger Höhe, geht es 2,5 Sekunden lang im freien Fall in die Tiefe! Das sind Kräfte, wie sie auch reale Astronauten erleben. Donnerschlag! Das ist eine tolle Herausforderung.
Zum Abschluss unseres fast zweistündigen Rundganges ließ sich Dr. Werner Wilke noch einmal gern vor der Ariadne 4 fotografieren und beantwortete letzte Fragen, bevor er uns schmunzelnd aufforderte:
Bitte geben Sie am Ausgang den Helm wieder ab. Zum Mitnehmen haben Sie haben ja eine CD erhalten...
Fazit unserer Expedition ins Space Center-Bremen:
Wir waren sehr beeindruckt von Größe und Ausstattung dieses werdenden Freizeitparks. Ganz ohne jede Frage ist der Besuch sehr zu empfehlen. Die Erlebniswelten sind sehr vielfältig, toll ausgestattet, mit modernster Technik bestückt und auch die Sicherheitskonzepte der Anlage überzeugen. Da merkt man doch, wie viel Erfahrung hier bei der Planung und Umsetzung solcher Einrichtungen vorliegt.
Das Space Center Bremen wird bestimmt schon bald eine der ganz großen Anlaufpunkte für alle diejenigen sein, die sich für reale Raumfahrt interessieren, und auch offen sind für die Imagination des Futuristischen. - Albert Einstein soll einmal gesagt haben: Das Wissen ist begrenzt. Wir brauchen Vorstellungskraft!
Hier im Space Center Bremen trifft sich beides!
Weiter zum Bericht von der "Soft-Opening"
Copyright WARP-online, November 2003
Bilder: Bernd Timm, Volker Krug, außer Bild 1,5, 12, 13 und 14 Copyright by Space Center Bremen
Text: Thomas Kohlschmidt