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Von Materie-Saugern bedroht:
Zu Gast bei STAR TRAP!
„Angriff der TOX!
Alarm in allen Teilen der Hyberian-1-Station!
Abwehrmaßnahmen einleiten: Sie haben wieder eine Sternenfalle geöffnet!“
Das WARP-online-Team stürzt zusammen mit der Shuttle-Crew zum nächsten Einsatz. Denn wir sind mitten drin in Hamburgs tollsten Abenteuer: STAR TRAP!
Dabei hatte alles so harmlos angefangen.
Ins Unbekannte abgestrahlt:
Unser Away-Team hatte sich am Eingang der Event-Landschaft in der Walddörferstraße 393 E & F eingefunden und war dort von einem Sicherheits-Mann der Raumstation in Empfang genommen worden. Wir stellten uns als Vertreter der „Presse von Terra“ vor und wurden in eine fahrstuhlähnliche Kammer geführt. In dieser war es dämmrig, an der Decke rotierte Alarmlicht, auf Bildschirmen über unseren Köpfen wanderten Zahlen-Kolonnen entlang und eine Stimme gab seltsame Befehle. Unser Begleiter klärte uns auf, dass wir nun „trionisiert“ würden. Bei diesem komplexen Vorgang, dem Beamen nicht unähnlich, wurde aus unseren Realkörpern eine Matrix hergestellt, die dann durch ein Sprung-Tor überlichtschnell zur Hyberian-1-Raumstation abgestrahlt wurde, die uns im fernen Mok´Da-Sektor erwartete.
Dort angekommen, betraten wir erstaunt das Innere der Kampfstation, die nun schon seit 10 Jahren das letzte Bollwerk gegen die bösen TOX darstellt. Hier also, auf dieser 200 Quadratmeter großen Basis, ging es jede Woche wieder zur Sache.
Das war die Realität von STAR TRAP:
„Schon seit Jahrtausenden beobachtete eine alte Rasse, genannt die Kryn’h, die Umtriebe des ultimativen Feindes, den TOX, in vielen Universen. Unwillens selbst den Kampf aufzunehmen, unterstützten sie die Völker der Caast und der Zygotha.
Das eine Volk, hinterlistig und verschlagen, das andere gerade heraus und von unbändiger Kraft. Doch statt ihre Kräfte zu einen, bekämpfen sich die Völker nun gegenseitig, stets bemüht die Wagschale in ihre eigene Richtung zu bewegen. Als die TOX begannen, Sternenfallen einzusetzen um ganze Planeten in ihre Dimension zu ziehen, sahen die Kryn’h die Zeit gekommen. Eine ausgleichende Kraft wurde gesucht und gefunden. Die Menschheit!“ (Regelauszug STAR TRAP)
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Der Mok’Da Sektor bildet den Rahmen für das interaktive Live-Rollenspiel, das man hier in atemberaubend authentischer Kulisse und Ausstattung spielen kann.
Wir wurden von den beiden Stationschefs der Hyberian-Station, Raimond Warlich und Malte Hedemann, begrüßt und erst einmal als Gäste in eine graue Uniform eingekleidet. Dann begann eine Führung durch die wichtigsten Bereiche der Station, denn im Moment herrschte noch Ruhe. Es war knapp nach 20 Uhr Erdzeit.
„Eure Realkörper sind auf Terra zurückgeblieben“, erklärte man uns. „Eure Matrix dürfte fünf Stunden halten, dann müsst ihr zurück. Wenn ihr zuhause erwacht, ist dort nur eine Sekunde vergangen, und ihr erinnert euch nicht an das, was hier geschah!“
Wirklich nicht? Nun, man würde sehen...
Die Idee des Abenteuers:
„Die Idee von STAR TRAP entwickeln wir seit etwa 10 Jahren immer weiter“, erzählte uns Raimond, der für die Artproduktion, sprich Kulissen, verantwortlich ist. „Es begann als Rollenspiel, bekam dann immer mehr Kulisse, für die sich auch Fernseh-Sender und Filmcrews schon interessiert haben, und ist heute mit modernster Technik dabei, eine aufregende Spielwelt für alle zu erzeugen!“
Wir erfuhren, dass sich hier im umgebauten Ladengeschäft plus Keller jede Woche am Samstag etwa 30 Stammspieler treffen, die in Gruppen oder auch allein die Station bevölkern und ihre Abenteuer erleben. Beim STAR TRAP-Live-Rollenspiel agieren lebendige Personen als Flottenoffiziere, Aliens und Fremdwesen, Cyborgs und Androiden, oder auch ganz „normale Menschen“ von der Erde. Sie tragen Kostüm oder Uniform und zeigen ihr ganzes schauspielerisches Können. Natürlich gibt es auch immer wieder Gäste, wie uns, die locker in die Handlungen eingebaut werden, die sich um all die Welten des Mok´Da-Sektors drehen.
Beim Mok´Da-Sektor handelt es sich dabei um eine fiktive Sternenkarte, und in den Bereich führe drei Sprungtore, welche es jedem Spieler erlauben, sich entweder mit seinem Charakter in das bestehende Universum zu integrieren oder aber aus einer „benachbarten“ Galaxie zu kommen. Somit ist das Spiel bei STAR TRAP offen und jeder kann seinen Charakter nach dem Hintergrund erschaffen, der ihm am meisten am Herzen liegt. Ob Star Wars, Star Trek, Ork oder eine selbst erdachte Fraktion, alles ist möglich. Und ein besonderer Reiz liegt darin, dass bei STAR TRAP viele individuelle Ideen mit einigen organisatorischen Rahmen zu einer weiteren Abenteuer-Eben zusammengefasst werden können.
Jeder Charakter braucht Geld!
„Hier ist die OPS!“, sagte Malte-Hedemann von der Event-Entwicklung, der Mann, der hier hauptsächlich die Computer und ihre vielen selbstgestrickten Programme betreut. „Von hier aus können wir Spieleleiter am Abend besondere Ereignisse erzeugen und in der Station z.B. Alarm geben, wenn die TOX wieder angreifen. Dann müssen sich Leute finden, die im Shuttle eine Rettungsmission fliegen.
„Außerdem muss jeder eine Charakterkarte tragen. Auf der stehen die Eigenschaften der Figur drauf, die man verkörpert: Matrixschutz, Waffenkunde, Techniker, Geisteskraft, Medizin, Wissen und Pilotenlevel. Die Charakterkarten gewährleisten eine einfache und schnelle Übersicht der Fertigkeiten des jeweiligen Charakters.
Und es gibt ein Geldsystem. Jede Figur hat ein Startguthaben, dass er verwalten muss. Er ist gezwungen, regelmäßig Einkommen zu haben. So meldet er sich z.B. zu einer Mission gegen die TOX und bekommt bei seiner Rückkehr Sold. Das Geld wird auf einem Konto der Hyberian-Bank geführt, und man braucht es für allerlei Dinge: Mieten, Zahlungen, falls man jemanden verletzt hat, oder wenn man sich ein Raumschiff kaufen will.
„Jeder kann sich, angelehnt an die Standart-Klassen, auch sein eigenes Schiff in der Werft bauen lassen. Wenn er genug Geld über hat, gibt er es in Auftrag, und er wird als Schiffseigner erfasst“, erzählte uns Malte. „Dabei kann man eigene Fotos einspeisen und hat einiges an Freiheiten, solange es in das allgemeine STAR TRAP-Universum passt.“ Der Rahmen dieses Spiels ist – wie gesagt – so umfassend und clever erfunden, dass jede Menge an kreativer Fantasie möglich bleibt, obwohl es eine Über-Idee gibt, die auch Gemeinsamkeit bringt. Und so kann jeder für sich dosieren, ob er lieber mehr für sich selbst, oder mehr in der Kern-Geschichte mit anderen zusammen mitwirkt.
Kulissen wie in Hollywood! Oder besser!
Alle Gäste und Spieler befinden sich inmitten einer der wohl großartigsten Kulissen, die man außerhalb von Filmstudios finden kann. Auf den beiden Ebenen der STAR TRAP-Landschaft kann man in verwinkelten Gängen jede Menge liebevoller Details und optischer Leckerbissen entdecken. Handwerklich ist das Ganze schon einmal außerordentlich solide, dazu künstlerisch komplex gelungen, und mit Space-Feeling kombiniert. Wir entdeckten Fragmente fast sämtlicher bekannter SciFi-Universen in wunderbarer Eintracht beisammen. Man fühlt sich auf Anhieb seltsam zuhause zwischen Türen, die an Star Trek erinnern, in Gängen des Todessterns, Alien-ähnlichen Bereichen und inmitten der tollen STAR TRAP-Bar, wo Barfrau Ise alle Kämpfer fleißig zu fairen Preisen bewirtet.
Aber auch Fantasy- und Horror-Fragmente sind ins Gesamt-Design eingeflossen. Im Zeremonien-Raum, in dem auch öfters Table-Top-Spiele stattfinden, stehen zwei überlebensgroße Statuen, die Götter des Sektors darstellen. Im Kerker der Station, in dem Bösewichte dann und wann ruhiggestellt werden, ragen bizarre Masken aus der Wand, die in der schummrigen Beleuchtung groteske Schatten werfen. Und in der Krankenstation erschreckte uns nicht nur das Gerippe und wahnwitzige Gebisse in Einweckgläsern, sondern auch ein Klumpen ekliger „Wand-Herpes“.
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Die Sauger kommen!
Und dann war es soweit: TOX-Alarm!
„Wollt ihr bei der Shuttle-Mission mit dabei sein?“, rief uns Raimond zu. „Dann schnell da rüber!“
Ja, und dann waren wir Zeugen einer Schlacht, die zwischen unserem Raumschiff und den Angreifern mit ihrer neuesten Sternenfalle verbissen ausgetragen wurde.
„Die Sternenfallen sind riesige Materie-Sauger, mit deren Hilfe die TOX ganze Planeten verschlucken können. Deren Materie verwenden sie dann für sich. Unsere Aufgabe ist es, diese Sternenfallen immer rechtzeitig zu schließen, bevor es unsere Welten und die Hyberian-1-Station erwischt!“, hatte man uns zuvor erklärt.
Jetzt sind wir mitten dabei!
Es zischt und kracht auf dem Bildschirm. Die dämmrige Zentrale wird von bunten Lichtern gespenstisch ausgeleuchtet. Die Crew steht in ständigem Funkkontakt mit der zurückgelassenen Basis und schon jagen Gegner heran. Der Boden schwankt, denn die Sitze sind auf einem schwingbaren Gitterrost montiert. Befehle gehen hin und her. Dann sehen wir einen glühenden Schlund. Das ist die neueste Sternenfalle. Feuer! Achtung. Vorsicht!
„Captain, feindliche Einheiten von links!“
Es wird noch gefährlicher. Jetzt ist jeder mit seinen Fähigkeiten gefragt, und das Zusammenspiel als Team muss klappen.
Die Zeit verrinnt, und auf den Bildschirmen laufen Zahlenkolonnen durch. Von der OPS kommen Infos durch. Unterstützungsverbände sind unterwegs. Ein Glück!
Auch diesmal wird die Bedrohung in letzter Sekunde abgewendet. Eine letzte große Explosion erhellt die Zentrale und dann sinken alle erschöpft in ihre Sitze zurück. Geschafft. Kurs zurück auf die Hyberian-1-Station!
Das ganze Spektrum:
Als wir aus dem Shuttleraum zurück sind, erklären uns Malte und Raimond, dass wir eben eine der ganz neuen Freiflug-Simulationen erlebt haben. Bis vor kurzem hatte man noch mit videofilmbasierenden Sequenzen gespielt, doch seit Anfang des Jahres ist es dem Spielleiter möglich, überraschende Effekte einzumischen und alles noch dramatischer zu gestalten.
Neben dem gerade erlebten Live-Rollenspiel und der tollen Flugsimulation bietet STAR TRAP jeden Donnerstag und Freitag Spiele-Abende für verschiedene Brett-, Rollen- und Table-Top-Spiele an. Darüber hinaus gibt es auf der Hyberian-1-Station an vorher bekannt gegebenen Terminen Events wie Themenparty´s, oder andere Veranstaltungen. Und selbstverständlich kann man die großartigen Räumlichkeiten auch für eigene Veranstaltungen mieten.
Wir sind schwer beeindruckt und verlassen erst kurz vor Mitternacht den umkämpften Mok´Da-Sektor, um in unsere Realkörper zurück zu schlüpfen, die tatsächlich brav gewartet haben. Und unsere geheime, mentale Konditionierung hat uns davor bewahrt, alles Erlebte zu vergessen, ätsch!
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Was bleibt uns zu sagen?
Jeder Fantastik-Fan, der in den Hamburg-Quadranten gelangen kann, sollte sich unbedingt einmal ein eigenes Bild bei STAR TRAP vor Ort machen. Für 10 EURO kann man als Gast einfach mal zugucken, oder für 10 EURO einen Abend lang mitspielen.
Momentan trifft man sich jeden Samstag von 18:00 Uhr – 24:00 Uhr, und am besten meldet man sich bei den Betreibern vorher kurz an, damit sie das Spiel planen können. Als Zuschauer brauchst du kein Kostüm, aber zum aktiven Mitspielen sollte man ein Outfit mitbringen. Die Leute von STAR TRAP helfen dir auch gern bei der Ausstattung. Sie haben eine sehr gute Maskenbildnerin, die auch Latexmasken zur Darstellung eines Fremdwesens anfertigen kann.

http://www.startrap.de/
Na, denn viel Spaß und Erfolg, bei der Abwehr der „Materie-Sauger“!
Weitere Foto-Impressionen: hier!
Text von Thomas Kohlschmidt
Fotos von Bernd Timm, Klaus Wittmack und STAR TRAP
Copyright der Reportage by WARP-online
WARP-online, Februar 2006
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