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Fedcon 17
ein Bericht von Arusha alias Sabine Ludwig
Man schrieb das Jahr 2008, genauer gesagt den 18ten April. Die Fedcon startete im Maritim!
SONNTAG:
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So war ich sehr froh, dass das erste Panel, das mich interessierte „erst“ um 10:30 Uhr am Sonntag startete. Kevin Sorbo und Steve Bacic absolvierten eine irres Show, indem sie so gut wie nie auf der Bühne standen. Anstatt dessen turnten sie quer durch den ganzen Saal und auf der Empore herum, unterhielten sich dort mit den Fans und flaxten herum. Genau das richtige zum Wachwerden!
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Michelle dagegen blieb danach brav auf ihrem Stuhl sitzen und erzählte uns, dass sie vor ihrem Drehbeginn bei Battlestar nichts über die Hintergründe ihrer Rolle als Admiral Cain wusste, ihr aber Mary und Edward James Olmos (aka Adama) geholfen haben zu verstehen. Michelle verglich Cain mit ihrer Rolle als Bajoranerin Ro Laren in DS9. Beide Frauen verbinde ihre Stärke und ihr Selbstbewusstsein. Weiter erfuhren wir von der Schauspielerin, dass sie Ballett-Tänzerin war und ihr diese Ausbildung heute helfe, ihren Körper bewusster einzusetzen.
Mittag! Etwas Leckres zu Essen zu finden, war wie schon im letzten Jahr kein Problem, denn es gab günstige Gerichte in recht großer Auswahl: Pizza, Wok-Gemüse, Grillkartoffeln und noch einiges mehr.
Anschließend ging´s erneut in den Hauptsaal zu Nicki Clyne, die uns erzählte, dass sie deshalb so fan-nah sein, weil sie schließlich auch nur ein Mensch sei. Außerdem sei sie ja für ihre Fans hier, mit denen sie nur zu gern über ihre Arbeit spricht. Danke, Nicki. Sie verriet, dass viele der Schauspieler vor Drehbeginn in ein echtes Militärcamp geschickt worden waren, um die richtigen „Umgangsformen“ und Verhaltensweisen zu lernen. Schließlich sollten sie ja möglichst authentisch wirken. Das einzige, was sie an der Show bemängelte, sei die fehlende emotionale Interaktion zwischen den Frauen. Wo sie recht hat...
Anschließend verriet uns Peter Jurasik, wie er zu seiner übergroßen Perücke in Babylon 5 gekommen war. Üblicherweise werden Perücken beim Maskenbildner mit längeren Haaren gefertigt als eigentlich verlangt, damit man sie dann auf die gewünschte Länge stutzen kann. Nur zum Spaß hatte er mit dem Maskenbildner zusammen die Haare auf voller Länge gelassen und dem Regisseur gezeigt. Tja, das ging daneben. Dem Regisseur gefiel´s und die Haare blieben dran. Peter meinte aber, so schlimm sei das auch nicht gewesen. Er sei schließlich Schauspieler, der einen guten Job machen wolle und tue, was im Drehbuch stünde, ob nun komische Perücke oder nicht. Teenagern, die gerne Schauspieler werden würden, könne er nur raten, ihren Beruf mit ganzen Herzen zu lieben. Und dann sollten sie nur jede sich ihnen gebotene Gelegenheit nutzen, um auf der Bühne zu stehen. Zum Abschluss seines Panels las uns der sympathische Schauspieler ein paar selbst verfasste Zeilen zum Gedenken an seinen verstorbenen Kollegen Andreas vor. Ein sehr bewegender Moment!
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In Renés zweitem Panel bestand uns dann der Mime, dass der Grund, warum er noch nach so langer Zeit seit Star Trek zu Conventions kommen würde, sein Engagement für „Ärzte ohne Grenzen“ wäre, für die er Spenden sammelte. Sein Dank galt den vielen Fans, die ihn in seiner Arbeit unterstützen würden. Ein ganz persönliches Geständnis kam, als er gestand, er sei „stupid with love“ für ein Enkelkind. Außerdem seien seine Tochter und Schwiegertochter schwanger. „We are making a lot of little Auberjonoirs.“ Da freuen wir uns doch mit ihm. Zum Schluss gönnte René uns noch das Vergnügen, ihn singen zu hören. Leider hatte er den Text von vielen Liedern nicht parat mit Ausnahme des wunderbaren Liedes des Kochs in „Arielle, die kleine Meerjungfrau“, den er damals synchronisierte. Und so schmetterte er los mit französischem Akzent „Les poissons, les poissons. How I love les poissons, love to chop and to serve little fish.“ Einfach herrlich!
Das letzte Panel der Convention bestritten LeVar Burton, Marina Sirtis und Brent Spiner gemeinsam, jedenfalls den ersten Teil, denn LeVar und Brent mussten die Con früher verlassen, um ihren Flieger zu bekommen. So gab es noch ein paar Minuten ein wunderbares Teamplay der „alten“ Kollegen. Witze über die guten alten Zeiten. Und irgendwie konnten wir die drei überzeugen, für uns zu singen. So trällerten sie gemeinsam „Whose were the days, my friend.“ Einfach wunderbar! In dem Moment setzte bei mir der gefürchtete Con-Blues ein.
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Denn das unaufhaltsame Ende nahte: die Closing. Als wäre der Moment nicht schon bewegend genug, als Marc B. Lee in seiner unnachahmlichen Art die Gäste ein letztes Mal aufrief: Mary McDonnell bedankte sich unter Tränen bei den Fans für die Anteilnahme und das große Lob für die Arbeit, die sie und die anderen als Schauspieler leisteten. Sie würde ihren Kollegen nur empfehlen können, auch die Fedcon zu besuchen.
Ja, bitte, mach das, Mary!
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Dann war es vorbei. Für viele. Ich blieb, wie schon seit einigen Jahren, noch bis zum nächsten Morgen und feierte am Sonntag-Abend die letzte Fedcon-Party für dieses Jahr.
Danke, Fedcon! Es war wieder einmal klasse!

Siehe auch die Kostüme auf der Con:
Kostüme Teil 1
Kostüme Teil 2
Text und Fotos von Sabine Ludwig für Fantastik-online, Juni 2008, Copyright by Sabine Ludwig und Fantastik-online
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