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Es geht weiter, und die Zukunft beginnt von vorn!

Auf dem “ 50-Jahre-PERRY RHODAN-WeltCon 2011“

Es folgten eine Fülle von Attraktionen, z.B. Signierstunden, Präsentationen zu PERRY-Comics, zu PERRY-Publikationen in aller Welt und zur Fan-Film-Szene. Schauspieler Josef Tratnik bot eine Solo-Performance zum ersten PERRY-Abenteuer in Form einer atmosphärischen Lesung mit Musik, und Dr. Rüdiger Jehn hielt einen Vortrag mit dem Titel „Von Science Fiction zur angewandten Raumfahrt – Die Perspektiven der ESA“, der wiederum eine Brücke zwischen Fiktion und Realität schlug. Daneben gab es verschiedene Gelegenheiten zum „Kaffeeklatsch“ und Fototerminen mit Autoren, Zeichnern und Redakteuren. Man konnte Details zu Risszeichnungen erfahren oder auch den drolligen Geschichten lauschen, die in „Gucky´s Kids Club“ erzählt wurden. Da konnte man auch die Cartoon-Figur „Rüsselmops“ treffen, oder Tora, die extra eingeflogen war. Auch gab es Vorträge zu einzelnen Weggefährten PERRY RHODANs, wie z.B. Gucky, Reginald Bull oder Atlan.

Mit „Kurs 3000“ meldete sich Klaus N. Frick zusammen mit dem Expose-Redakteur Uwe Anton auf der Hauptbühne im Mozartsaal zurück und hielt Vorschau auf kommende Attraktionen der Erst-Auflage. Die Darbietung war wiederum als geschmackvolle Multi-Media-Aktion gestaltet. Während die beiden Macher ihre Andeutungen sprachen, wurden sie von Musik und Gesang der schon bekannten „Cosmolodics“ aufs Beste untermalt, und an der Bildwand wurden dazu schöne Space-Art-Bilder eingeblendet. Eine dezente Lichtshow rundete den Eindruck ab. Sehr unterhaltsam und emotional, auch wenn natürlich „Alles und Nichts“ gesagt wurde, um die Spannung nicht zu verderben. Abgeschlossen wurde dieser Aufritt mit einem satirischen Streitgespräch zwischen Klaus N. Frick, Uwe Anton und einer wohlbekannten „Weltraumgurke“, die PERRY-NEO nicht wollte. Sie konnte beruhigt werden, na klar!

Wieder schloss sich ein buntes Spektrum an Möglichkeiten an, ins PERRYversum einzutauchen: Es gab Vorträge über Mondra Daimond, die multimediale Zukunft von PERRY als Computerspiel und E-Book, Zeichenstunden, Musik-Präsentationen der „Cosmolodics“ und das PERRY RHODAN-Kartenspiel für Anfänger. Dazwischen konnte man an einer der Bars für wenig Geld Getränke und Speisen erwerben oder sich ein PERRY-Shirt kaufen, oder eines der tollen PERRY-Poster und –Gemälde (als Reproduktion sogar auf Leinen gezogen).

Um 19.15 Uhr dann fand im Hauptsaal der Programm-Punkt statt, den wir am großartigsten fanden: Live vorgetragen von Jasmin Eisl und den „Cosmolodics“ erfolgte eine Würdigung all derer, die in den 50 Jahren PERRY RHODAN an der Serie mitgearbeitet hatten, nun aber nicht mitfeiern konnten, weil sie inzwischen verstorben waren. „In Memoriam“ zeigte, untermalt von dem wunderschönen gleichnamigen Lied der Band, Fotos von Autoren, Zeichnern, Redakteuren und Übersetzern, jeweils mit Todestag. Im Text des Liedes heißt es „Danke, dass du mir die Galaxie gezeigt hast“, „Danke, dass du mir Geschichten erzählt hast, bis der Tag anbrach“ und „Vor allem Danke, dass du du warst!“ - Das war äußerst bewegend und würdig inszeniert. Schön, dass man daran gedacht und diesen besinnlichen Contra-Punkt in die Geburtstagsfeier eingebracht hat. Einmal mehr war hier eine Brücke geschlagen. Das hat vielen Fans aus dem Herzen gesprochen!

Es folgte, nach einer kleinen Pause, die Einstimmungsrunde für den PERRY-Dokumentarfilm „PERRY RHODAN – Unser Mann im All“, der in Kinos anlaufen würde, hier aber im Insider-Kreis Premiere feierte. Die Macher Andre Schäfer, Hartmut Kasper und Claudia E. Kraskiewicz erzählten von Idee, Konzept und Abenteuern hinter den Kulissen und heizten die Spannung an. Dann folgte die Aufführung des Streifens im Mozartsaal. Schon sehr schnell war klar: Dies war keine gewöhnliche Dokumentation, dies war mehr. Das Filmteam hatte – zusammen mit Wim Vandemaan als Darsteller – einen sehr originellen Ansatz gewagt, das Wesentliche von PERRY RHODAN anhand von Alltagsgleichnissen und ungewöhnlichen Parallelen zu anderen kulturellen Gebieten darzustellen. Einiges war dabei schrill und bizarr ausgefallen, anderes schon fast poetisch. Dazwischen gab es natürlich auch jede Menge Fakten, aber diese waren anders dargeboten, als üblich. Sehr sehenswert! Das fanden auch all die vielen Fans, die sofort nach dem Ende der Filmvorführung den Stand der Filmemacher stürmten, um sich eine der DVDs zu sichern, die es dort noch kurze Zeit gab. - Wenn der Film in deinem Kino läuft: unbedingt anschauen!

„Eine Nacht auf Lepso“ beschloss dann den Samstag des „PERRY RHODAN-WeltCon 2011“. Erneut moderiert von dem amüsanten Leo Lukas wurden verschiedene Sketche mit und ohne Kostüm von Fans, Autoren und Freunden der Szene aufgeführt. Die Tochter von Leo Lukas brachte dabei als eine der Sängerinnen der „Cosmolodics“ eine tolle Version von David Bowies „Space Oddity“ mit Major Tom zu Gehör, der Rüsselmops war aus dem Kinderland entkommen und verloste Preise an Fans, und ein ur-komischer Blue trat auf. Mit verzerrter Pieps-Stimme und Gitarre gab er zwei rockige Songs zum Besten, bis der Saal kochte. Sehr witzig!

Kurz vor Mitternacht verließen wir das Rosengarten-Zentrum und waren rundherum begeistert. Von all den vielen Cons in den letzten Jahrzehnten war dieser ohne Frage einer der allerbesten gewesen! Es war zu spüren, dass es sich hier um eine echte Feier gehandelt hatte, an der auch die Macher ganz persönlichen Anteil hatten. Alles war geschmackvoll und mit Ideenreichtum umgesetzt gewesen, und so war PERRY RHODANs 50. Geburtstag ein tolles und unvergessliches Ereignis gewesen! Wir werden daran immer gern zurück denken!

Und wir laden unsere Zellaktivatoren ordentlich auf, damit wir auch bei PERRYs 100stem noch mit dabei sein können. Lust drauf haben wir jetzt schon!

Text von Thomas Kohlschmidt, Fotos von Rita Wagner, Dr. Achim Slupek und Thomas Kohlschmidt,
Copyright Fantastik-online, Oktober 2011.