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Maddrax
Von Alaska nach Russland, und weiter zum Kratersee
von Dr. Robert Hector
Matt, Aiko und Aruula machen sich von Los Angeles aus auf den Weg. Mit einem Eissegler gelangen sie nach Kanada, wo Matt in einer Biosphäre von einem Lava-Drachen entführt wird. Aiko und Aruula folgen der Kreatur mit einem Zeppelin und retten Matt aus der Gewalt eines Volkes, das ihn den Walen im Großen Bärensee opfern wollte.
Weiter führt der Weg der Gefährten nach Norden, doch bei Fort McPherson stürzt das Luftschiff ab. Sie werden von Inuit, die eine „Eisfrau“ als Gottheit verehren, aufgenommen. Die Göttin entpuppt sich als Amber Floyd, eine Wissenschaftlerin, die seit über 500 Jahren in einem Kältetank liegt und nun geweckt wird.
Gleichzeitig gelangen die Running Men, die Rebellen gegen die Regierung des Weltrats (WCA), nach McPherson. Sie werden von einer Mongolenhorde verfolgt. Gemeinsam mit der Gruppe um Matt Drax stellen sie sich der Gefahr. Es gibt Verluste auf beiden Seiten. Amber Floyd stirbt, als ihre Körperzellen rapide zu altern beginnen
(Nr. 67: „Spielball der Götter“ von Michael Schönenbröcher)
Die beiden Expeditionen schließen sich zusammen. Matt hat anfangs noch Vorbehalte, denn der Rebellenführer, Mr. Black, ist ihm suspekt. Mr. Black ist ein Klon des früheren US-Präsidenten Arnold Schwarzenegger. Matt und der Rebellenführer tauschen Erinnerungen an die Vergangenheit aus und lösen dabei das Rätsel um Blacks genetisches Wissen. Als ein überlebender Mongole mit Aruula und der Telepathin Karyaana als Geiseln entkommt, machen Mr. Black und Matthew Jagd auf ihn. Mr. Black rettet Matthew in einer riskanten Aktion das Leben. Karyanna stirbt, nachdem sie herausgefunden hat, dass die Mongolen - die Ostmänner - im Auftrag des Weltrats operieren.
(Nr. 68: „Die Allianz“ von Jo Zybell)
Aruula hat sich in den letzten Wochen dramatisch verändert, sowohl psychisch als auch physisch. In der Kriegerin vom Volk der Dreizehn Inseln geht eine fortschreitende Verwandlung vor sich.
Die Ursachen gehen auf den 11. September 2001 zurück. In den folgenden Jahren hatten sich Hundertschaften von Suizid-Attentätern in Bewegung gesetzt, um das verhasste Amerika zu zermürben. Die Glaubenskriege waren bis 2005 so weit eskaliert, das Verhandlungen nicht mehr möglich waren. Schließlich hatten die Krieger aus dem Morgenland nach heftigen militärischen Vergeltungsmaßnahmen der USA eine radikale Attacke versucht: Eine in Island gestartete Passagiermaschine in der Hand von Terroristen hatte die USA über den Nordpol angeflogen, um sie mit einer biologischen Waffe zu treffen. Marschflugkörper fingen die fliegende Bombe ab, die Trümmer regneten auf Alaska nieder, Doch ein Behälter mit einem biologischen Kampfstoff fiel in den Fluss Yukon. Der Kampfstoff hat Kleinstlebewesen im Wasser genetisch verändert. Monströse Quallen sind entstanden.
Aruula hat telepathischen Kontakt mit einem „Pflanzengeist“, der sie warnen will. Ein violettes Kraut dient als Zwischenstufe in der Reproduktion der Quallen. Ein Gallertklumpen taucht auf, ein aus Millionen von Quallen bestehendes Kollektivwesen. Mit einem Panzer kann die Entität vernichtet werden.
(Nr. 69: „Die Heimsuchung“ von Ronald M. Hahn)
Endlich erreichen die Gefährten die Beringstraße, die letzte große Grenze zum asiatischen Kontinent. Doch die Fischer des Dorfes an der Küste Alaskas, in dem sie auf Hilfe und eine Überfahrt hoffen, warnen vor schrecklichen Gefahren, die im Wasser und am jenseitigen Ufer lauern. Die Freunde sichern sich eine Überfahrt nach Russland, indem sie auf einem Schiff anheuern, das marodierende Piraten jagen will. Doch das Unternehmen wird verraten, die Freunde geraten in Gefangenschaft. Gefährliche Tiere, die Scherenparasiten, verklaven andere Wesen durch Symbiose. Die Rettung kommt in Form von Hydriten, einer Rasse aus Unterwasser-Wesen, mit denen Matt schon mehrmals Kontakt hatte. Sie helfen ihm, die Piraten zu besiegen.
(Nr. 70: „Das Dorf der Legenden“, von Bernd Frenz)
Schließlich erreichen Matthew und seine Begleiter die Küste Russlands. Nun ist es nicht mehr allzu weit bis zum Ufer des Kratersees, den der Komet „Christopher-Floyd“ vor über 500 Jahren in die asiatische Landmasse grub. Doch Matt, Aruula, Aiko, Mr. Black und Miss Honeybutt Hardy haben den schwersten Teil ihrer Reise noch vor sich...
Auch die WCA-Expedition unter der Leitung von Lynne Crow und Professor Dr. Smythe hat die Küste inzwischen erreicht. Sie sind in einem Gebiet angekommen, wo die Strahlung der grünen Kristalle von dem Kometen bizarre Blüten treibt. Die Gruppe gerät in die Fänge von Menschenfressern, denen sie nur knapp und unter Verlusten entkommt. Auf dem Fluss Lena fahren sie dem Kratersee entgegen.
(Nr. 71: „Die Menschenfalle“, von Claudia Kern)
Matt und Aruula bekommen Kontakt zu den „Ostmännern“. Einst waren diese ein stolzes Mongolenvolk. Mit Zähigkeit und Kraft trotzten sie der Kometenkatastrophe, und die nachfolgenden Jahrhunderte des Eises ließen nur die Stärksten von ihnen überleben. Dann kamen die Götter mit ihren silberglänzenden Anzügen und mächtigen Waffen und versklavten einen Teil des stolzen Volkes, machten sie zu ihren Schergen, den Ostmännern. Unter ihrer Herrschaft veränderten sie sich, wurden noch stärker und gnadenloser, aber auch missgebildet an Körper und Seele. Doch Kublai Koruun will dies nicht länger hinnehmen. Ein Kampf auf Leben und Tod soll die Stämme wieder vereinen. Dafür ist ihm jedes Opfer recht, vor allem wenn es sich um Fremde handelt wie Matt und Aruula.
(Nr. 72: „Auf Leben und Tod“, von Michael J. Parrish)
Die weiteren Romane:
Nr. 73: „Die Ostmänner“ von Bernd Frenz
Nr. 74: „Tauchfahrt ins Ungewisse“ von Jo Zybell
Nr, 75: „Im Bergwerk der Mutanten“ von Bernd Frenz
Nr, 76: „Mimikri“ von Horst Pukallus
Man staunt nicht schlecht: nach Ronald M. Hahn steigt mit Horst Pukallus ein weiterer Oldie aus legendären Zeiten („Science Fiction Times“ etc) bei MADDRAX ein. Die Leser dürfen sich freuen.
Durch die locker geknüpfte Handlung finden auch Neueinsteiger leichten Zugang in die Serie. Die Zyklen ergaben sich bisher ganz automatisch: Da war zunächst der Euree-Zyklus (Band 1-24), in dem die Reise von Matt Drax und Aruula durch Europa geschildert wurde. Es folgte der Meeraka-Zyklus (Band 25-70), eine Tour de Force durch das postapokalyptische Amerika, so in der Art des Films „Straße der Verdammnis“. Derzeit läuft der Kratersee-Zyklus (Band 71-83). Die grobe Planung für den Zyklus von Band 150-199 steht bereits...
Ein Leckerbissen: Ab Band 77 folgt alle 14 Tage ein Teil eines STARSCHNITTs: dann können sich die Leser die Barbarin Aruula in Farbe und Lebensgröße ins Schlafzimmer hängen.
Man sieht: MADDRAX hat bereits Kultstatus erlangt. Auch wenn manches in den Heften wirklich Trash ist, bietet die Serie ein wohliges Lesevergnügen in einer Mischung aus Horror uns SF. Wenn Nixon-Panzer oder ein Schiff namens Puutin auftauchen, oder wenn Mr. Black mit Terminator-Miene in die Gegend schaut, wird einem klar, woran es der Rhodan-Serie derzeit mangelt: am Kontakt zu unserer „Realität“. Denn SF war immer nur eine Projektion derzeitiger Lebensverhältnisse in die Zukunft. Wenn dieser Kontakt zur Gegenwart verloren geht, degeneriert SF zur reinen Fantasy.