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Hans Trek Sketch 3

Startmusik (angespielt): Guildo Horn mit „Das kann doch einen Seemann nich erschüttern!“

Hans Trek: (zum Publikum gewandt)
Mannomann. Hört ihr datt? Dieser komische Rotalarm, oder wie datt hier heißen tut, nimmt und nimmt kein Ende! Ich glaub, ich fregg nochmal diesen Meister Schpock an, watt da nun so lange los is.
Erst beamen die Heinis von der Enterprise mich direkt aus meiner Jolle „Seeteufel“ hier hoch, dann fällt diese komische Beam-Apparatur da aus, und nun kümmert sich hier keine Seekuh mehr um mich, weil sich alle nur noch mit die Klingonens da prügeln tun!

(Tritt an das Intercom und aktiviert es)

Hans Trek: Hey, hallo! Hallo da oben auffe Brücke! Meister Schpo-ock! Meister Schpo-ock, watt gifft datt Neues vonne Gefecht mit diese Klingonen-Rabauken?--- He? Watt? Wie? Watt ick hier inne Maschinenraum tue? Och, nu, ich luger hier son büschen rum! Mir war langweilich und da bin ich los, um Scotty zu suchen. Ich heff Durst und da dachte ich, ich gehe mal zu seiner Brennerei.. Watt, Sicherheitszone? Schon wieder? Watt, Sicherheitsdienst? Och nö, Meister Schpock, nich schon wieder!
(Schaltet ab)
(Körk kommt rein)

Captain Kirk: So, Mister Trek! Das reicht nun! Sie haben einen meiner Leute mit einem Seestern niedergestreckt und laufen hier einfach im Schiff herum. Sie brechen eigenmächtig in Sicherheitszonen ein, und das während eines Gefechtes! Das zwingt mich, in dieser ohnehin kritischen Lage, die Brücke zu verlassen, und mich um Sie zu kümmern!

Hans Trek: Aber Kaptein, datt is doch idiotisch! Da können Sie doch ihren Schpock schicken, oder andere Sicherheitsleute, nech?

Captain Kirk: Nein, bei Star Trek macht der Captain nun mal alles selbst, auch wenn es unlogisch ist! Schließlich bin ich auch in jedem Landeteam ganz vorne und benutze nie einen Raumanzug auf fremden Welten!

Hans Trek: Jau, wenn datt so is! Dann is datt wohl nooormal!

Captain Kirk: Allerdings! Aber Sie sind nicht normal!

Hans Trek: Ham wir uns nich schon geduzt?

Captain Kirk: Kein Anbiedern bitte, Mister Trek! Ich bin sehr zornig. Mein Sicherheitsmann vom Waffenübungsdeck hat schwere seelische Schäden davongetragen. Ihr Attacke mit diesem Meeresbewohner dort, hat ihn traumatisiert!

Hans Trek: Och, datt tut mir aber leid! Mein kleiner „Backbord“ tut doch niemanden watt. Der beisst nich, is stubenrein, schnarcht nich...

Captain Kirk: Aber er hat giftige Stacheln. Dr. McKoy ist völlig ratlos! Er vermutet einen psycho-allergischen Schock bei dem Mann. Kontaktgift mit Seelenwirkung! Ich muss sie auffordern, mir ihre Seesterne auf der Stelle auszuhändigen! Das sind lebensgefährliche Waffen!

Hans Trek: Quatsch mit Soße! So geit datt nich, Kaptein! Mir reicht datt nu abber! Ich will zurück auffe Erde! Ich haff hier genuch gesehen! Wo kein Platz is für freie Seesterne, da is meines Bleibens nich länger!
(Singt):
Ich habe so´ne Sehnsucht, ich verliere den Verstand, will wieder an die Nordsee, und zurück nach Westerland!

Captain Kirk: Scotty hat den Transporter zwar wieder in Gang gekriegt, aber solange wir die Deflektoren im Gefecht oben haben, können wir nicht beamen. Tut mit leid, solange sind Sie unser Gast, und solange Sie hier Gast sind, richten sie sich nach mir! Seesterne her!

Hans Trek: Nö!! Ich meutere! Meine Seesterne sind meine Augensterne! Ich wollt nie auf ihr blödes Schiff! Sie haben mich eigenmächtich hier hochgeholt...

Captain Kirk:...um Sie vor den Klingonen zu retten, schon vergessen? Die wollen Sie töten, damit ihr Sohn nie geboren wird, der diese Aalpaste später mal entwickelt, die Zephrem Copchraines Warpkern abdichten wird!

Hans Trek: Ach, Sie können mir ja viel vertellen! Wer secht mir, datt Sie nich ganz gewöhnliche Seestern-Entführer sind, he? Mit solchen Typen hatte ich schon mal vor Jahren in Shanghai zu tun! Da ging es auf Biegen un Brechen! Sie sehen mir auch verdächtich aus, Kaptein!

Captain Kirk: Sie sind nun mal eine historisch wichtige Gestalt und tragen Verantwortung für die Menschheit! Da heißt es Risiken eingehen, Herr Trek! Ohne Sie wird die Menschheit nie die Vulkanier treffen. Haben sie nie „First Contact“ gesehen?

Hans Trek: Ich guck nur Ohnsorch-Theater und Shows mit Freddy Kwinn! Ihre Vulkanologen interessieren mich nich! Un mein Sohn wird auch nich geboren, wenn ich mich hier totärgern tu. Un ohne Seesterne steht datt to befürchten!

Captain Kirk: (atmet schwer durch)
Na gut. Das ist ein Argument. Ein Blödes zwar, aber ein Argument! Aber Sie halten das Getier bei sich! Kein Gewerfe mehr damit!

Hans Trek: Okay, datt is für mich Ehrensache! - - Nanü – Der Rotalarm da is wech! Alles is plötzlich so ruhig, wie im toten Moby Dick! Huch, und nu kommt son anderes Geheule, wie von soner depperten Robbe...

Captain Kirk: Ja, da haben Sie recht, das ist Intruder-Alarm! Ein Moment, Mister Trek, bleiben Sie, wo Sie sind. Ich rufe kurz die Brücke...

Hans Trek: Schöne Grüße an Meister Schpock von mir!

Captain Kirk: (schaut leicht genervt und aktiviert das Intercom)
Körk hier, Schpock, wie sieht es aus? – Ah, Aha.--- Hmmm, Soso, na gut. Prima! Verletzte? Schäden? Hmmm. Gut, --- Ja, der ist bei mir! Wir erledigen das, und dann bring ich ihn rüber. Ja, Körk aus!

Hans Trek: Die Klingonens sind wech?

Captain Kirk: Im Grunde schon: Wir haben drei ihrer Schiffe zerstören müssen. Aber ein Klingone hat hinterrücks den Schutzschirm mit einem Mini-Gleiter durchbrochen und hat an der Enterprise angedockt! Er ist an Bord und zufällig direkt auf diesem Deck. Den Kerl müssen wir besiegen, erst dann ist die Gefahr für Sie, die Menschheit und uns in dieser Zeit endgültig gebannt! Ich schätze, er will den Warpkern sprengen!

Hans Trek: So ein Bagalute aber auch, ne, oh ne! Na, der soll nur kommen. Ich bin gerüstet!!!
(hebt seine Seesterne)

Captain Kirk: Mister Trek! Was hatten wir abgemacht?

Hans Trek: Ja, aber datt war ja nu vor dem Klingonen! Nu muss ich aufrüsten, mich gefechtsbereit machen tun. He, watt is datt. Der Schatten da hinten?
(zeigt auf einen Besucher aus dem Publikum in der ersten Reihe)

Captain Kirk: Der Klingone! (zieht einen Phaser, aber Hans Trek sprintet mit seinen Seesternen runter zum Besucher hin)

Hans Trek: Du Rabauke! Du Süßwassermatrose, Landratte! Mastbruch un Klabautermann! Finger wech vom Schiff des Kapteins, oder Du krichst die Sterne ab vonnem Nordsee-Ninja!
(wirft dem Besucher einen Stern vor die Brust)
So, datt war datt! Nu schläft der erstrmoal süß und seelich!

Captain Kirk: (etwas irritiert)
Hoppla, ich werde alt! Früher hätte ich das geregelt, nun stielt mir dieser Kauz da die Schau!

Hans Trek: Genau! Ich haff die Enterprise gerettet! Hahahaha!

Captain Kirk: Ja, das stimmt nun unbestritten! Kommen Sie, um den Klingonen werden sich die Sicherheitsleute und Dr. McKoy kümmern....

Hans Trek: Na, sauer! Dann kann ich nu zurück auffe erde? Ich heff hier nu alles gesehen und will nach Hause! Außerdem kommt bald die Ebbe, un ich muss meine Seegurken füttern und den Seetang kämmen. Der Arme verfilzt so leicht, wissen Sie, Kaptein?

Captain Kirk: Nein, eigentlich nicht! Aber wie auch immer: Nun können wir Sie wieder runterbeamen! Kommen Sie, wir gehen kurz zum Transporterraum, und ab geht es.

Hans Trek: Datt is doch n Wort unter Männers! Hahaha! Und Sie können mir wirklich nich sagen, wer die Mutter von mein Sohn da wird? Ich kenne gar keine Frauenslüt!

Captain Kirk: Das wird sich schon bald ändern, verlassen Sie sich drauf! Aber sagen darf ich Ihnen wirklich nichts, Vielleicht nur soviel: Ich beneide Sie!

Hans Trek: Hey, Sie stehen ja wirklich auf Frauens!

Captain Kirk: Na, sicher doch! Frauen, ach Frauen.... (schwärm verzückt),... Frauen...

Hans Trek: Ja, nu is aber auch gut, Kaptein! Ich will zum Abendgrog wieder unten sein auf meiner Hallich! Ab dafür!

Captain Kirk: Ehem, gut! Gehen wir!

Hans Trek: (dreht sich zum Publikum). Tschüß Leute! War wirklich ein bannich starker Tobak hier bei euch! Viel Spass noch mit all die Astronautens und so! Und vielleicht kommt ihr ja auch mal zu mir nach Haus anne Nordsee, da wo die Winde wehn und die Seesterne lustig hüpfen tun! Man sieht sich, nech? Tschü-üß!!!
(winkt und geht mit Körk ab)

ENDE


Hans Trek: Thomas Kohlschmidt
Captain Kirk: Bernd Timm